Joachim Wenning, Vorstandsvorsitzender Munich Re
Joachim Wenning, Vorstandsvorsitzender Munich ReQuelle: Munich Re
Köpfe & Positionen

"Schneller Ausstieg aus der Kohle wäre zu kurz gesprungen"

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Joachim Wenning sieht Wetterextreme als neue Normalität. Für den Munich-Re-Chef ist es unzweifelhaft, dass sie künftig zunehmen. Zudem werden Herausforderungen durch humanitäre Katastrophen nach Ansicht des Managers eine neue Dimension einnehmen, die schwer zu organisieren sein wird.

„Der Klimawandel wird ganze Völker betreffen, die in bestimmten Landstrichen nicht mehr leben und überleben können. Bis 2030 wird die Weltbevölkerung von heute 7,5 Milliarden Menschen auf 8,5 Milliarden anschwellen“, erklärt Wenning im Handelsblatt.

Die Hälfte dieses Anstiegs käme aus Afrika. Viele Menschen würden klimabedingt ihre Zukunft anderswo suchen, auch in Europa. Umso wichtiger sei es, sich auf dem alten Kontinent auf ein Konzept zum Umgang mit den vielen Flüchtlingen verständigen.
Indes warnt Wenning vor den Folgen eines Ausstiegs aus der Kohle. „Kohle ist einer der CO2-intensivsten fossilen Energieträger. Wenn man eine Energieform als erste ersetzen will, sollte es also diese sein.“ Aber wer sich nur auf Kohle einschieße, werde vor allem bewirken, dass die Förderländer ihre Kohle an Volkswirtschaften verkaufen, die weniger rigide agieren. Dadurch werde der Preis sinken, und die Wettbewerbsfähigkeit nonfossiler Energien noch geringer. „Ich verstehe emotional, dass viele einen schnellen Ausstieg aus der Kohle fordern. Aber das wäre zu kurz gesprungen“, sagt Wenning.
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