Quelle: Allianz
Unternehmen & Management

Allianz: Pimco rettet Bätes Gewinnziel

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Europas größter Versicherer Allianz macht Einbußen in der Leben-Sparte mit Zuwächsen bei den Vermögensverwaltern Pimco und AllianzGI wett. Das operative Ergebnis stieg im zweiten Quartal um zwei Prozent auf 3,0 Mrd. Euro - und übertraf die Erwartungen von Branchenexperten. Vorstandschef Oliver Bäte sieht den Versicherer damit auf Kurs, in diesem Jahr wie geplant einen operativen Gewinn von 10,6 bis 11,6 Mrd. Euro zu erreichen.

Gute Geschäfte in der Vermögensverwaltung haben Europas größten Versicherer Allianz teurere Großschäden im zweiten Quartal überraschend gut verkraften lassen. Das interne Umsatzwachstum, bereinigt um Währungs- und Konsolidierungseffekte, betrug 6,5 Prozent. Der Gesamtumsatz stieg um 2,9 Prozent auf 30,9 (zweites Quartal 2017: 30,0) Mrd. Euro. Das operative Ergebnis stieg um 2,3 Prozent auf 3,0 (2,9) Mrd. Euro.

 

Der höheren Belastung durch Großschäden und Unwetter konnte sich die Allianz nicht ganz entziehen. Nach Abzug der Aufwendungen für Schäden, Verwaltung und Vertrieb blieb von den Prämieneinnahmen im Schaden- und Unfallgeschäft weniger übrig als ein Jahr zuvor. Die kombinierte Schaden-Kosten-Quote verschlechterte sich von 93,7 auf 94,1 Prozent.

 

Im Geschäftsbereich Asset Management stieg das operative Ergebnis aufgrund höherer Erträge, deren wesentliche Treiber ein höheres verwaltetes Vermögen (AuM) und verbesserte Margen waren. Damit wurde der Rückgang des operativen Ergebnisses im Geschäftsbereich Lebens- und Krankenversicherung mehr als ausgeglichen. Das operative Ergebnis im Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft war stabil. Der auf die Anteilseigner entfallende Quartalsüberschuss sank leicht auf 1,9 (2,0) Mrd. Euro: Ein negativer Effekt aus dem Verkauf unseres traditionellen Lebensversicherungsportfolios in Taiwan wurde nur teilweise durch niedrigere Ertragssteuern ausgeglichen.

 

Weniger warf das Geschäft mit Lebens- und Krankenversicherungen ab. Hier sank der operative Gewinn um knapp 5 Prozent, weil die Kapitalanlagen in Deutschland und Spanien weniger für den Konzern abwarfen. Verantwortlich für den Gewinnanstieg im laufenden Geschäft war diesmal die Vermögensverwaltung des Konzerns, zu der neben der US-Fondstochter Pimco auch die Anlagegesellschaft Allianz Global Investors zählt. Mit 652 Mio. Euro verdiente sie operativ fast 12 Prozent mehr - auch weil sie im Schnitt mehr Kundengelder verwaltete als ein Jahr zuvor.

 

Vorstandschef Oliver Bäte wird zum Jahresende das Ziel einer Eigenkapitalrendite von mehr als 13 Prozent voraussichtlich erreichen. Nach dem ersten Halbjahr lag sie bei 13,8 Prozent, zwei Prozentpunkte höher als ein Jahr zuvor. Das liegt vor allem daran, dass die Allianz in großen Summen ihre eigenen Aktien zurückkauft.

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