Erwin Mollnhuber
Erwin MollnhuberQuelle: Nürnberger
Köpfe & Positionen

Nürnberger Vorstand: "Abschluss ohne Beratung bleibt Ausnahme"

Von Maximilian VolzTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Erwin Mollnhuber ist erst seit kurzem Vorstand der Nürnberger in Österreich, eine klare Meinung zum Vertrieb hat er jedoch bereits entwickelt: Die Zukunft des selbständigen Vertriebs in Österreich sei gesichert, und zwar für die nächsten Jahrzehnte. Ein Abschluss ohne Beratung werde die Ausnahme bleiben, der Berater wird wichtiger.

Der Vorstand der Nürnberger erklärt gegenüber Fonds Professionell Online: "Ich gehe davon aus, dass die qualitativ hochwertige Beratung des Kunden künftig noch wichtiger wird als bisher. Es gibt zwar im Internet eine Fülle von Informationen […] doch tragen diese kaum dazu bei, den Kunden in die Lage zu versetzen, selbständig die geeignete Versicherungslösung zu finden und abzuschließen". Bei den Themenfeldern Risikoabsicherung und Altersvorsorge stehe die gesamte Lebenssituation des Kunden im Mittelpunkt, diese lasse sich nicht "in ein Schema pressen".

 

Zu viele Informationen und Vorschriften würden den Kunden dazu bewegen, eine gute Beratung wertzuschätzen, die der selbstständige Vermittler biete. Ein gutes Beispiel dafür sei die Berufsunfähigkeitsversicherung. Einen Ausschluss der Technik befürwortet er aber nicht: "Dort wo es im Beratungsprozess sinnvoll ist, bieten wir Beratungstools an, […], die der Berater im Kundengespräch einsetzt." Zudem werden, "dort wo es notwendig ist", Prozesse digitalisiert, beispielsweise in der Überleitung von Antragsdaten zur Policierung. 

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