Axa CEO Thomas Buberl
Axa CEO Thomas BuberlQuelle: Axa Group
Unternehmen & Management

Buberl schrumpft Gewinne und baut Schaden-Geschäft aus

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Axa-Chef Thomas Buberl steht unter Druck: der Börsengang des US-Geschäfts brachte weniger Geld als erwartet und die teure Übernahme der XL Group darf nicht zu einem Milliardengrab werden. Im ersten Halbjahr 2018 musste Europas zweitgrößter Versicherer einen Gewinnrückgang hinnehmen. Unter dem Strich stand ein Überschuss von 2,8 Mrd. Euro und damit 14 Prozent weniger als ein Jahr zuvor.

Ungünstige Währungskurse und Belastungen aus dem Verkauf von Unternehmensteilen drückten das Ergebnis. So gingen die Prämieneinnahmen zwar um ein Prozent auf 53,6 Mrd. Euro zurück. Auf Basis stabiler Währungskurse wären sie allerdings um drei Prozent gestiegen. Der um Sonderposten bereinigte Gewinn legte um vier Prozent zu, obwohl Axa mehr Geld für Katastrophenschäden in Europa ausgeben musste.

Konzernchef Buberl zeigte sich zufrieden: "Unser vereinfachtes Geschäftsmodell trägt Früchte." Buberl will das Schaden- und Unfallgeschäft weiter ausbauen. Dafür wollen die Franzosen einen Teil ihres europäischen Lebensversicherungsgeschäfts an den US-Finanzinvestor Cinven verkaufen. Dabei geht es um sogenannte Variable Annuitäten, einen vor allem in angelsächsischen Ländern verbreiteten Vertragstyp. Der Verkauf soll Axa knapp 1,2 Mrd. Euro einbringen. Wenn ein geschlossener Bestand an Versicherungspolicen 19 Mio. Euro Gewinn abwerfe und man ihn plötzlich für 1,2 Mrd. Euro verkaufen könne, frage man nicht lange, sagte Finanzchef Gerald Harlin. Der geplante Verkauf sei sehr profitabel und helfe, die Schulden des Konzerns zu senken, so Harlin. Spätestens Anfang 2019 soll der Verkauf abgeschlossen sein.

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