Philippe Donnet, Group CEO der Generali: „Die Ergebnisse des ersten Halbjahres zeigen die solide Kapitalausstattung der Generali und die hervorragende technische und industrielle Performance im Umfeld einer globalen Volatilität."
Philippe Donnet, Group CEO der Generali: „Die Ergebnisse des ersten Halbjahres zeigen die solide Kapitalausstattung der Generali und die hervorragende technische und industrielle Performance im Umfeld einer globalen Volatilität."Quelle: Generali Group
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Ausverkauf bei Generali macht sich gut in der Bilanz

Von David GorrTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Unter dem Strich stand beim Triester Versicherungsriesen im ersten Halbjahr ein Überschuss von gut 1,3 Mrd. Euro und damit knapp neun Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Der operative Gewinn des italienischen Versicherers habe laut Analysten die Konsensschätzung leicht verfehlt, insgesamt sei das Zahlenwerk jedoch besser ausgefallen als erwartet. Der Rückzug aus vielen Ländern zahlt sich aus, auch der Verkauf der Generali Leben, betont Konzernchef Philippe Donnet.

"Ich möchte den Plan zur Veräußerung und zur geografischen Optimierung hervorheben, mit dem das Ziel frühzeitig deutlich übertroffen wurde, sowie den jüngsten Übergang der Generali Leben in Deutschland – eine innovative Transaktion, mit der wir die Erreichung unserer strategischen Ziele im Leben-Segment beschleunigen können", so der Donnet im Wortlaut.

Um Kosten einzusparen, wurden international einige Bestände abgestoßen und in Deutschland ein neuer Markenauftritt geschaffen. Die Generali scheint damit der Turnaround zu gelingen, obwohl der Löwe aus Triest, wie der 1831 gegründete Versicherungskonzern nach seinem Logo genannt wird, vor einem Jahr noch als Übernahmekandidat galt.

Konzernweit stiegen die Prämieneinnahmen um gut fünf Prozent auf 35,1 Milliarden Euro. Katastrophenschäden etwa durch Sturmtief "Friederike" im Januar kosteten den Konzern vor allem in Deutschland und Frankreich 139 Mio. Euro. Dennoch blieb im Schaden- und Unfall-Geschäft ein größerer Teil der Einnahmen als Gewinn übrig. Die kombinierte Schaden-Kosten-Quote verbesserte sich von 92,8 auf 92 Prozent. Der operative Gewinn legte im Gesamtkonzern um knapp drei Prozent auf 2,5 Mrd. Euro zu.

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