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Märkte & Vertrieb

Investitionen in Fintechs auf Rekordniveau

Von Maximilian VolzTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Fast 60 Milliarden Dollar wurden im ersten Halbjahr 2018 in Fintechs gesteckt. Die genaue Summe beträgt 57,9 Milliarden Dollar und damit wurde bereits die Summe des gesamten Jahres 2017 übertroffen (38,1 Milliarden Dollar). Europa ist ganz vorne mit dabei.

Die KPMG-Analyse "Pulse of Fintech" hat die weltweiten M&A-Deals und Finanzierungsrunden mit Fintechs im ersten Halbjahr 2018 ausgewertet. Insgesamt wurden weltweit 875 Finanzierungen abgeschlossen. Zwei "Mega-Deals" sind maßgeblich verantwortlich für das neue Rekordniveau: Das chinesische Fintech Ant Financial konnte mit eingeworbenen 14 Milliarden Dollar den größten VC-Deal der Geschichte überhaupt abschließen, und der Zahlungsabwickler WorldPay wurde für 12,9 Milliarden Dollar von Vantiv übernommen. In Europa wurden 198 Deals mit einem Volumen von 26 Billion US-Dollar abgeschlossen.

 

KPMG-Partner Sven Korschinowski erklärt: "Nicht nur die Höhe der gesamten Investitionen ist beeindruckend, sondern auch die wachsende geografische und thematische Bandbreite. So tauchten im ersten Halbjahr beispielsweise Brasilien, Südkorea und Japan auf der Landkarte mit bedeutenden Fintech-Deals auf. Auf technologischer Ebene ist das Interesse von Investoren an Fintechs gestiegen, die sich Themen wie Künstlicher Intelligenz oder robotergestützter Prozessautomatisierung widmen."

 

Bisher scheint es zumindest den Insurtechs, als Bestandteil des Fintech-Spektrums, hierzulande noch nicht gelungen zu sein, die Kunden zu überzeugen. In einer kürzlich veröffentlichten Umfrage in Deutschland hatten von 5000 Befragten Menschen lediglich 28 Prozent überhaupt von Insurtechs gehört. Der Renner sind momentan aber auch keine Fin-, sondern Regtech-Unternehmen.

 

Regtech-Markt im Aufschwung

 

Die im ersten Halbjahr in Kraft getretenen neuen regulatorische Vorschriften wie PSD2 und die Datenschutzgrundverordnung haben sich zu einer "treibenden Kraft" im sogenannten Regtech-Markt entwickelt. In diesem Bereich floss der Großteil der Investitionen in die USA und nach UK.

 

Der Begriff Regtech ist eine Verschmelzung von "regulatory" und "technology". RegTech-Firmen nutzen (neue) Technologien, um innerhalb der gesamten (IT-) Bankenarchitektur effizientes regulatorisches Management aus IT-Perspektive zu unterstützen. (vwh/mv)

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