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Politik & Regulierung

Auch Rentenkasse stöhnt unter Niedrigzinsen

Von Maximilian VolzTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die Niedrigzinsen sind der Feind aller. Die privaten Kranken-, Lebens- und Sachversicherer können das Lied der Niedrigzinsen mittlerweile im Schlaf singen. Die Politik steht diesem Problem teilnahmslos gegenüber, die Restaurierung der europäischen Staatshaushalte geht vor. Jetzt kommen aber auch Rentenversicherungen und staatliche Fonds unter den Mahlstein der Niedrigzinsen.

Die genannten Institutionen müssen nicht nur Minirenditen auf ihre gehorteten Milliarden akzeptieren, sondern sogar Strafzinsen zahlen. Die Gesetzliche Rentenversicherung hat im vergangenen Jahr "negative Vermögenserträge" von 49 Millionen Euro ausweisen müssen, schreibt Spon. Es soll keine einmalige Angelegenheit gewesen sein, für dieses Jahr wird eine ähnliche Entwicklung vorhergesehen, wie SPON meldet.

 

Ebenfalls betroffen sind die gesetzlichen Krankenkassen, zum Beispiel die AOK. "Allein im ersten Halbjahr sind in der AOK-Gemeinschaft sechs Millionen Euro an Negativzinsen angefallen. Gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum bedeutet dies eine Zunahme um rund 25 Prozent", sagt Andreas Grein, Geschäftsführer der AOK-Finanzmanagement GmbH. Auch bei den gesetzlichen Kassen gilt, schlimmer geht immer: In Zukunft werde es noch schwieriger, weil "gute Konditionen einiger Banken bald auslaufen". Die TK ist in ähnlicher Weise betroffen wie die AOK.

 

Zum illustreren Kreis gehört auch die deutsche Arbeitslosenversicherung. Die Behörde legt die Beitragseinnahmen kurzfristig an. Die im Durchschnitt erzielte Rendite ist von 0,174 Prozent im Jahr 2012 auf 0,01 Prozent im Jahr 2017 zurückgegangen. (vwh/mv)

Niedrigzins · Rentenversicherungsträger · Staat · EZB
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