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Weg von der Kohle: Französische Versicherer folgen Swiss Re und Co.

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Es wird dunkel für die Abbauer von Kohle. Nachdem bereits die Swiss Re, die Allianz und  die Talanx in verschiedenen Stärkegraden aus der Versicherung des Kohlegeschäfts ausgestiegen sind, folgen jetzt auch zwei große französische Versicherer.
Nach einem Bericht von Klimareporter sind die französischen Unternehmen Macif und AG2R La Mondiale aus Kohle-Investments ausgestiegen. Sie trennten sich unter anderem von Kapitalanlagen des RWE-Konzerns. Die Unternehmen verzichten bei ihren Kapitalanlagen demnach künftig auf die Zusammenarbeit mit Unternehmen, die neue Kohlekraftwerke planen.
Macif werde die Zusammenarbeit mit den 120 aktivsten Kohlekraftwerksentwicklern beenden, AG2R La Mondiale will die Unternehmen ausschließen, "die ihre Produktion um mehr als ein Prozent erhöhen", dazu gehöre auch RWE.
"RWE plant das letzte Braunkohlekraftwerk in Deutschland, das dazu beitragen wird, die Erderwärmung um durchschnittlich vier Grad zu erhöhen", sagte Katrin Ganswindt, Kohle- und Finanzexpertin bei Urgewald, einer Umweltorganisation. "Die Veräußerung von RWE-Vermögenswerten ist daher ein Muss für jeden Finanzakteur, dem es ernst ist mit dem Klimaschutz."
Ihre Kollegin Lucie Pinson von Amis de la Terre ergänzt: "Die Versicherer erkennen endlich, wie riskant und zerstörerisch Kohleinvestitionen sind", kommentierte die jüngste Entwicklung. "Es ist an der Zeit, dass auch BNP Paribas und Munich Re nachziehen und die Kohle ihrem längst überfälligen Verfall überlassen." (vwh/mv)
Bild: Kohleabbau (Quelle: Rike / www.pixelio.de / PIXELIO)
Frankreich · Umweltsektor · Kohle
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