Politik & Regulierung

Ingo Kramer fordert langfristiges Pflege-Gesamtkonzept

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Es ist ein alter Brauch in der Bundesrepublik: Wenn die Politik die Lohnnebenkosten anhebt, um einen soziale Ungleichheit auszugleichen, dann folgt kurz darauf der Aufschrei der Arbeitgeber, die die zu hohen Sozialabgaben beklagen. In der neusten Folge der Brauchtumspflege ist die Pflegeversicherung Thema von Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer.
Zur Ankündigung der Bundesregierung, "die Beiträge in der Pflegeversicherung immer weiter zu erhöhen", erklärt Arbeitgeberpräsident Kramer:
"Die deutsche Wirtschaft ist beunruhigt, dass die Pflegeversicherung trotz deutlicher Beitragssatzsteigerung in den letzten Jahren und sehr guter Beschäftigungslage schon wieder in ein Milliarden-Defizit gerutscht ist. Die bisherigen Prognosen der Bundesregierung haben sich da leider als zu optimistisch erwiesen. Es ist aber der falsche Weg, jetzt schon wieder über neue und immer höhere Leistungsausweitungen nachzudenken. Wir brauchen endlich ein Gesamtkonzept für eine langfristige Finanzierbarkeit der Pflegeversicherung. Die Beitragssätze können nicht im Wochen-Ankündigungs-Rhythmus immer weiter steigen. Das sind unausgegorene Vorschläge. Auch die Pflegeversicherung muss ihren Beitrag dazu leisten, dass das im Koalitionsvertrag vereinbarte Ziel, die Sozialabgaben auf maximal 40 Prozent der Löhne und Gehälter zu begrenzen, dauerhaft eingehalten werden kann. Bislang fehlt der Bundesregierung hier leider ein klarer Kompass."
Das Thema ist medial sehr präsent, was in einer alternden Bevölkerung kaum überraschen kann. Unter anderem haben sich Gesundheitsminister Jens Spahn und der PKV-Verbandhttp://versicherungswirtschaft-heute.de/schlaglicht/wohin-mit-der-pflege-in-deutschland/"> dem Thema angenommen. (vwh/mv)
Bild: Pflege (Quelle: Rainer-Sturm / www.pixelio.de / PIXELIO
Ingo Kramer · Arbeitgeberverband
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