25.07.2018Schlaglicht

Debeka-Chef Brahm: "Wichtig ist, dass die Richtung stimmt"

Von Maximilian VolzVW heute
"Jeder ist für alles vor allen verantwortlich", sagte einst der russische Schriftsteller Fjodor M. Dostojewski. Vielleicht nicht für alles, aber zumindest für sehr vieles ist Thomas Brahm seit dem ersten Juli als Vorstandsvorsitzender der Debeka verantwortlich. Erfahren Sie auf VWheute, was er sich vorgenommen hat, das komplette Interview können Sie in der August-Ausgabe der Versicherungswirtschaft lesen.
VWheute: Sie sind seit ein paar Wochen der Chef der Debeka. Hatten Sie einen Moment in dem sie dachten; "Wow, jetzt bin ich wirklich der Chef" – was hat überwogen, der Respekt vor der Aufgabe oder die Vorfreude?
Thomas Brahm: Mit dem Respekt vor der Aufgabe konnte ich mich in der monatelangen Vorbereitungszeit anfreunden, er ist allerdings immer noch da und groß. Ich hatte aber tatsächlich den von Ihnen beschriebenen Moment, daheim auf der Terrasse. Mein jüngster Sohn hat mich gefragt, ob sich die Beförderung auch auf sein Taschengeld auswirken würde. Es ist tatsächlich ein Unterschied, ob man sich gedanklich mit der Situation eines Vorstandsvorsitzenden beschäftigt oder ob es dann auf einmal tatsächlich eintritt. Das Gefühl ist einerseits mit vielen Erfahrungen verbunden, die ich in meiner zehnjährigen Vorstandstätigkeit gemacht habe und andererseits natürlich mit den politischen und internen Herausforderungen meiner Aufgabe.
VWheute: Sie sind jetzt seit zehn Jahren Vorstand, da ist es normal, dass man manche Dinge selbst anders geregelt hätte als es schlussendlich im Vorstand entschieden wurde. Welche Aspekte wollen Sie in naher Zukunft anstoßen oder ansprechen?
Thomas Brahm: Es gibt bei sechs fest in ihren Dezernaten verankerten Personen immer Aspekte, die man alleine leicht anders geregelt hätte als im Vorstandskollektiv. Wichtig ist, dass die  Richtung stimmt, ansonsten zerbricht ein Gremium. Durch intensive Diskussion schaffen wir es immer, letztlich  eine gemeinsame, gefestigte Meinung zu haben, die wir alle nach außen vertreten können. Wenn Sie das nicht machen, wird der überstimmte Einzelne den gemeinsamen Weg, bewusst oder unbewusst, nicht mit der nötigen Energie verfolgen.
VWheute: Ist ihre wichtigste Aufgabe als Personalvorstand und Chef die Gewinnung von digital- und IT-affinem Personal?
Thomas Brahm: Ja, das ist so. Es ist meine felsenfeste Überzeugung, dass wir die Talente im Unternehmen noch besser heben müssen, mit unserer Debeka-Akademie für Fort- und Weiterbildungen sind wir da auf einem guten Weg.
Warum Koblenz gegenüber Berlin und München einen Standortvorteil hat, wie Herr Brahm den Treuhänderstreit in der PKV und die Situation der Lebensversicherung sieht und vieles mehr, können Sie im mehrseitigen Interview in der Versicherungswirtschaft nachlesen, die Sie HIER bestellen. können. (vwh)
Die Fragen stellte VWheute-Redakteur Maximilian Volz
Bild: Thomas Brahm (Quelle: Debeka)
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Maximilian Volz
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