Politik & Regulierung

Kreditwirtschaft wehrt sich gegen Provisionsdeckel für Restschuldversicherung

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Alle Vorstöße hin zu einer höheren Preistransparenz konnte die Finanzindustrie bislang abwehren. Jetzt plant die Politik den nächsten Angriff. Die Bundesregierung will den Verbraucherschutz bei Ratenkrediten und Restschuldversicherungen stärken – da sind sich Bundesfmanzministerium mit der Finanzaufsicht Bafin und dem Bundesverbraucherschutzminister einig. Der Provisionsdeckel soll kommen.
Der größte Preistreiber bei Restschuldversicherungen ist die Vermittlerprovision. Bis zu 85 Prozent des Versicherungsbeitrags entfallen auf die Abschluss- und Vertriebskosten. Laut einer Studie der Bafin aus dem Vorjahr bleibt bei zwei von drei Banken mindestens die Hälfte der Versicherungsprämie als Provision bei der Bank.
Nun will die Politik zumindest erreichen, dass die teuersten Angebote vom Markt verschwinden. Ein Provisionsdeckel bei Lebens- und Restschuldversicherungen gehöre zu den wesentlichen Maßnahmen, die die Bundesregierung aktuell vorschlage, heißt es aus dem Bundesministerium. Man setze sich dafür ein, "die Provisionsexzesse durch eine gesetzliche Deckelung zu beenden".
Im Zuge der Überbeitung des LVRG soll der Provisionsdeckel im Herbst kommen. Ein stelle einen "unverhältnismäßigen Eingriff in den marktwirtschaftlichen Wettbewerb und die Privatautonomie" dar, teilte die Deutsche Kreditwirtschaft der Welt mit. Ein Eingriff sei nur dann zu rechtfertigen, wenn der Markt versage. Doch dies sei bei Restschuldversicherungen nicht der Fall, schließlich gebe es eine Vielzahl von Anbietern. (vwh)
Bildquelle: Konstantin Gastmann / PIXELIO / www.pixelio.de<
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