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Dietrich: "Wir sind mit unserem ersten Halbjahr durchweg zufrieden"

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Sommerzeit ist Ferienzeit. Wie schön, dass Robert Dietrich, Hauptbevollmächtigter der Hiscox-Deutschland, sich dennoch Zeit für den VWheute-Sommerfragebogen genommen hat. Erfahren Sie, warum Hiscox ganz heiß auf das zweite Halbjahr ist und warum mehr Regulierung ein Grund zum Fürchten ist.
VWheute: Was funktionierte im Unternehmen im ersten halben Jahr gut und was nicht ganz so optimal?
Robert Dietrich: Wir sind mit unserem ersten Halbjahr durchweg zufrieden. Alle Geschäftsbereiche haben sich sehr gut weiterentwickelt. Vor allem in zwei unserer Fokusproduktsparten – Cyber und IT – sind wir mit der Überarbeitung und Verbesserung unserer Produkte Hiscox CyberClear und Net IT einen wichtigen Schritt gegangen. Wir sehen es als Kernaufgabe der Versicherungsbranche, die deutsche Wirtschaft auf dem Weg der digitalen Transformation zu begleiten und mit maßgeschneidertem Versicherungsschutz Lösungen für die Herausforderungen der Digitalisierung zu bieten.
Gleichzeitig arbeiten wir dauernd an der Verbesserung unserer Services für unsere Makler und Kunden. Erst vor kurzem haben wir neue Funktionen in unserem Online-Antrags-Prozess eingefügt. Zusätzlich arbeiten wir gerade an einer Sofort-Policierung von online abgeschlossenen Antragsmodellen. Damit können Makler sofort alle relevanten Unterlagen an ihre Kunden weitergeben. Wir haben aber noch viele Aufgaben und Herausforderungen vor uns, die teils auch durch unser starkes Wachstum hervorgerufen werden.
VWheute: Was erwarten Sie vom zweiten Halbjahr / warum wird es ein Erfolg
Robert Dietrich: Wir rechnen fest damit, dass wir die positive Entwicklung auch im zweiten Halbjahr fortsetzen können. Das Momentum ist gut; die Digitalisierung führt zu weiterer Vernetzung und damit zu einer Vielzahl an neuen Risiken, denen jedes Unternehmen mit digitalem Backbone täglich gegenübersteht. Mit unseren Produkten zum Schutz vor Cyber- und IT-Risiken oder unserer neuen Versicherung für Datenschutzbeauftragte treffen wir den Zeitgeist und die Nachfrage nach bedarfsorientiertem, verlässlichem Schutz.
VWheute: Wie verlief die Schadenentwicklung im ersten Halbjahr, was erwarten Sie für die zweite Hälfte?
Robert Dietrich: Schäden geben uns die Möglichkeit, uns zu beweisen. Und wir hatten eine ordentliche Anzahl an Schäden im ersten Halbjahr. Aber dafür sind wir da: nämlich um Schäden schnell und fair für alle Beteiligten zu regulieren.
VWheute: Ihre größte Befürchtung?
Robert Dietrich: Weitere Regulierungsvorgaben. Nach DSGVO und IDD brauchen wir und unsere Partner eine Atempause.
VWheute: Ihre Größte Hoffnung für 2018?
Robert Dietrich: Wir hoffen, auch weiterhin gute Kollegen zu finden. Denn wir haben uns für das Jahr 2019 viel vorgenommen.
VWheute: Bitte vervollständigen Sie folgenden Satz: Die Digitalisierung in unserem Haus ist…
Robert Dietrich: … ein Thema, das uns seit Jahren begleitet und bei dem wir große Fortschritte machen.
VWheute: Ihre Spezialfrage: Internetkriminalität gehört derzeit zu den größten Herausforderungen für die Branche. Wie steht es derzeit um den Schutz der einzelnen Unternehmen und wo hat die Branche aus Ihrer Sicht noch Nachholbedarf?
Robert Dietrich: Die grundlegenden technischen Abwehrmaßnahmen wie Firewalls und Virenschutzprogramme sind den meisten bekannt und in vielen Unternehmen etabliert. Aber nur eine Minderheit ist tatsächlich umfassend auf die Risiken der Digitalisierung vorbereitet. Unser „Cyber Readiness Report 2018“ bestätigt das: 77 Prozent der deutschen Unternehmen gelten nach wie vor als Cyber-Anfänger. Sie sind mit ihrer Strategie, den Prozessen, vorhandenen Technologien und Ressourcen nur ungenügend auf Cyber-Zwischenfälle vorbereitet und schlecht geschützt. Nicht nur vor dem Hintergrund der Datenschutz-Grundverordnung ist das eine alarmierende Zahl. Hier sind Versicherer gefragt, gemeinsam mit ihren Makler-Partnern über die Risiken aufzuklären und das Bewusstsein für die Gefahren und Folgen zu schärfen, vor allem aber Versicherungslösungen zu entwickeln, die den Kunden im Ernstfall tatsächlich Hilfe bieten. (vwh)
Bild: Robert Dietrich (Quelle: Hiscox)
Hiscox · Robert Dietrich · Sommerfragebogen
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