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Anbang muss Immobilien verkaufen

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Nächster Schlag für den chinesischen Versicherungskonzern Anbang: einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters zufolge muss das Unternehmen mehrere Immobilien im Ausland verkaufen. Mit der Veräußerung sollen rund zehn Mrd. US-Dollar eingenommen werden. Insidern zufolge soll der Konzern seine Auslandswerte überprüfen. Allerdings gebe es noch keinen konkreten Zeitplan.
Der Versicherungskonzern Anbang besitzt derzeit verschiedene Immobilien im Ausland. Dazu gehören auch mehrere Hotels der Strategic Hotels & Resorts, wie zum Beispiel das Four Seasons Washington und das JW Marriott Essex House Hotel in New York. Rund 6,5 Mrd. Euro hatte das Unternehmen im Jahr 2016 für den Erwerb bezahlt.
Weitere Immobilienwerte von Anbang im Ausland sind unter anderem auch das Four Seasons Hotel Moskau sowie mehrere Bürogebäude in Vancouver und Toronto. Das Waldorf Astoria soll laut Bericht hingegen nicht auf der Verkaufsliste stehen. Das Nobelhotel in der US-Metropole ist derzeit wegen Renovierung geschlossen.
Anbang sitzt wegen seiner Einkaufstour derzeit auf einem immensen Schuldenberg und steht seit Februar unter staatlicher Kontrolle. Bereits Ende Mai wurde bekannt, dass die chinesische Finanzaufsicht einen Teil des Anbang-Vermögens verkaufen will. Der einstige Konzernchef Wu Xiaohui wurde zudem vor wenigen Monaten wegen Betrugs zu 18 Jahren Haft verurteilt worden. Zugleich wurden ihm seine "politischen Rechte" für vier Jahre entzogen und sein Privatvermögen, gerüchteweise 1,3 Mrd. Euro, konfisziert. (vwh/td)
Bild: Unternehmenszentrale von Anbang (Quelle: hy)
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