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Nach Getsafe versucht es 1822direkt nun mit Clark

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Der Robo-Adviser Clark hat kürzlich seine Partnerschaft mit der ING-DiBa verloren. Den exklusiven Zugang zu neun Millionen Bankkunden hat nun der französische Versicherer Axa. Das Frankfurter Start-up hat jedoch schnell einen neuen Kooperationspartner gefunden: die einst von der Frankfurter Sparkasse gegründete Onlinebank 1822direkt, die bereits mit Getsafe gemeinsame Sache macht. Allianzen zwischen Insurtechs und Banken nehmen zu, doch Erfolgszahlen möchte keiner preisgeben.
Ob Kredite oder Versicherungen – der Vertrieb für beide Produkte wird zunehmend digitaler und wird von den übermächtigen Vergleichsportalen Check24 und Verivox beherrscht. Mithilfe von Insurtechs holen Banken nun zum Gegenangriff aus. Die jüngste Zusammenarbeit: Clark und die Onlinebank 1822direkt arbeiten ab sofort zusammen.
Dahinter verbirgt sich das Angebot, über eine kostenlose App all seine Versicherungsverträge einsehen und verwalten zu können. Algorithmen untersuchen ferner den Versicherungsschutz, den Bedarf des Kunden und ob es womöglich bessere Angebote für ihn gäbe. Greift der Kunde bei den 160 Versicherern zu, die Clark zur Auswahl hat, dann verdient das Insurtech daran. Bislang arbeitet Clark mit der DKB, N26, der PSD Bank Hannover und der NIBC Direkt zusammen.
1822 hingegen kooperiert bereits seit zwei Jahren mit dem Makler Getsafe. Fragen nach Kundenvolumen, Provisionen oder Erfahrungen mit dem Makler will 1822direkt nicht beantworten. "Ihre Fragen betreffen geschäftspolitische Themen, zu denen wir grundsätzlich keine Stellung beziehen oder konkrete Zahlen veröffentlichen", teilte Jan Weilbacher vom Vertriebsmanagement der Bank mit.
Offen bleibt so auch, ob die Kooperation im Lager der Öffentlich-Rechtlichen Versicherer, zu dem die Sparkassentochter gehört, Unruhe ausgelöst hat. Noch immer bewirbt 1822direkt die Kooperation mit Getsafe, bei der man angeblich bis zu 1.000 Euro sparen kann, vor den Partnern ÖRAG oder SV Sparkassenversicherung. Auch die im Netz geäußerte Kritik, dass die Werbung für einen "kostenlosen Versicherungsmanager" problematisch ist, da Getsafe sein Geld mit Provisionen der Assekuranzen verdient, blieb von Seiten der Bank unkommentiert. (vwh/dg)
Bildquelle: Deutsche Bank / www.flickr.com
Clark · Insurtech · Getsafe
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