Unternehmen & Management

Zurich Deutschland richtet sich neu aus

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die Zurich Deutschland will sich fit machen für die Zukunft. Dazu stellt sich der Versicherungskonzern personell wie inhaltlich neu auf. "Die Zurich Gruppe Deutschland hat die Phase der Profitabilisierung und Sanierung des Bestandsgeschäftes erfolgreich abgeschlossen und geht nun gezielt in die Offensive", kommentiert Vorstandschef Carsten Schildknecht.
So will die Zurich nach eigenen Angaben die Marken und Angebote von Zurich und DA Direkt stärken und ausbauen sowie verstärkt auf wachstumsstarke Megatrends, beispielsweise in den Bereichen Mobilität, Smart-Home und New Life, setzen. Dazu will der Versicherer nicht nur die bestehenden Prozesse verschlanken. Dabei setzt die Deutschland-Tochter der Zurich nach eigener Aussage auf eine agile IT und den verstärkten Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI).
"Wir haben in vielen Bereichen bereits Strukturen und eine Kultur geschaffen, wo wir agil und innovativ wie Start-ups sind. Auf diesem Weg sehen wir uns als einer der innovativen Vorreiter der Branche. Diesen Kurs werden wir konsequent weiterverfolgen", konstatiert Schildknecht.
In einem ersten Schritt hat sich der Vorstand der Zurich Deutschland neu aufgestellt. So wird Dorothée Appel (50) die Zurich Gruppe Deutschland als neuer Chief Information & Digital Officer verstärken und vorbehaltlich der Zustimmung durch die Aufsichtsbehörden das neugeschaffene Ressort "IT & Digital" verantworten. Sie studierte Informatik an der Technischen Universität Karlsruhe und erwarb einen MBA an der Wake Forest Babcock School of Management, North Carolina. Appel kommt von der ING Bank und war zuvor unter anderem bei Microsoft, AXA Assistance und der BMW Group tätig.
Sie folgt damit auf Klaus Andres (42), das Unternehmen auf eigenen Wunsch zum 30. September 2018 verlässt, um sich neuen beruflichen Herausforderungen zu stellen. Bislang unbestätigten Gerüchten zufolge soll er bei der Axa Deutschland zum 1. Oktober 2018 Frank Hüppelshäuser als Chief Operating Officer beerben.
Zudem sollen die Operations-Bereiche mit der Schadensbearbeitung zum erweiterten Vorstandsbereich Operations & Claims zusammengefasst werden, welcher von Horst Nussbaumer (54) als Chief Operations & Claims Officer ab 1. November 2018 geleitet wird. Christine Theodorovics (50), seit 2016 Vorstand Bank/Partner, hat sich entschlossen, die Zurich Gruppe Deutschland zu verlassen, um sich innerhalb oder außerhalb von Zurich beruflich neu zu orientieren. Ihr Ressort wird bis auf weiteres von Carsten Schildknecht übernommen. Zudem übernimmt Peter Stockhorst (52) zum 1. August 2018 den Vorstandsvorsitz der Zurich-Tochter DA Direkt (siehe KÖPFE & POSITIONEN).
"Die Zurich Gruppe Deutschland ist in einer hervorragenden Ausgangslage, um den radikalen Wandel der Versicherungsbranche zum Angriff zu nutzen und in die Offensive zu gehen: Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht und verfügen über eine sehr starke Marke und Positionierung, die für Vertrauen und Solidität sowie für exzellente Beratung und Service steht. Wir besitzen eine optimale Ausgangsposition, um einerseits innovativ und agil und andererseits stark und groß genug zu sein, die Veränderungen erfolgreich anzugehen. Das nun verstärkte Executive und Management Committee wird unsere Strategie engagiert und konsequent umsetzen", kommentiert Schildknecht den personellen Umbau im Vorstand der Zurich Deutschland. (vwh/td)
Bild: Carsten Schildknecht (Quelle: Zurich)
Zurich Deutschland · Carsten Schildknecht
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