Märkte & Vertrieb

Versicherungschefs verdienen fast das 60-Fache ihrer Mitarbeiter

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Das IMU-Institut hat erneut das Verhältnis der Vorstandsvergütungen zur Belegschaft für Dax-Konzerne ausgerechnet. Seit 2005 ist der Gehaltsabstand zwischen Topmanagern und einem Durchschnittsbeschäftigten um etwa 70 Prozent gewachsen. Joachim Wenning, CEO der Munich Re, verdient laut der Studie das 64-Fache eines einfachen Mitarbeiters seines Unternehmens. Allianz-Chef Oliver Bäte erreicht das 58-Fache seiner Beschäftigten.
2005 bekam ein Vorstandsmitglied im Dax 42-mal so viel wie einer seiner Mitarbeiter. Für 2017 errechnete das IMU das 71-Fache. Die Versicherungsmanager liegen demnach noch unter dem Durchschnitt. Getrieben wird die Entwicklung unter anderem von Aktienoptionen im Rahmen von Langfristanreizen für die Manager. Gestiegen sind sowohl die Volumina der Optionen wie auch die Börsenkurse der Aktien.
Spitzenreiter laut der Studie ist Frank Appel von der Post. Er verdient 232-Fache seiner Mitarbeiter. Der bestbezahlte Dax-CEO, Bill McDermott von SAP, der 2017 eine Gesamtvergütung von 21,8 Mio. Euro verbuchte, liegt nur auf Platz fünf im Vergleich der 30 führenden Konzerne. Grund dafür sind die vergleichsweise hohen Gehälter des Softwareunternehmens.
Munich Re ist neben SAP das einzige Unternehmen, dass die Pay Ratio veröffentlicht. Der Versicherer präsentiert eine eigene Berechnung, die niedriger ausfällt als die des Böckler-Instituts. Munich Re kommt auf den Faktor 37 (IMU: 64). Grund dafür sind unterschiedliche Berechnungsmethoden. Das IMU legt den Gehaltszufluss zugrunde, berücksichtigt also auch Einkommen aus Tantiemen zurückliegender Jahre. Dieser Wert ist die übliche Basis von Vergütungsrankings. Munich Re rechnet nur mit Teilen der Vorstandsvergütung. (vwh/dg)
Bild: Bernd-Kasper / PIXELIO / www.pixelio.de
Allianz · Munich Re · Gehalt
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