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Aegon erweitert Allfinanzbündnis mit der Banco Santander

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die holländische Aegon baut ihre Schlagkraft im spanischen Bankenvertrieb deutlich aus. Gerade hat sie eine Ausweitung ihrer strategischen Allianz mit der Banco Santander in Spanien bekannt gegeben. Künftig werden auch über die Filialen der Santander-Tochter Banco Popular Policen der Aegon verkauft. Die Allianz verliert mit der Banco Popular einen wichtigen strategischen Partner.
Die Ausweitung der strategischen Allianz sieht den Verkauf von Policen in der Risikolebensversicherung und spezifischen Zweigen der Nichtlebensversicherung über die Filialen der Banco Popular vor. Die Banco Santander hatte die in finanzielle Schieflage geratene Banco Popular in 2017 für einen symbolischen Preis von einem Euro übernommen. Die Aegon zahlt an die Banco Santander für die Erweiterung der Partnerschaft einen Festpreis von 215 Mio. Euro. Hinzu kommt ein variabler Betrag von 75 Mio. Euro, der an die Erfüllung von Geschäftszielen in den kommenden fünf Jahren gebunden ist.
"Ich bin hoch zufrieden mit der Erweiterung unserer existierenden Partnerschaft mit der Banco Santander, durch die wir Zugang zu weiteren vier Millionen Kunden in Spanien bekommen", sagt der CEO der Aegon, Alex Wynaendts. Das strategische Bündnis mit der Banco Santander existiert bereits seit 2012. Der Aegon hat der Policenverkauf über deren Bankschalter nach eigenen Angaben im Zeitraum von 2014-2017 ein durchschnittliches jährliches Wachstum der Bruttoprämien von zwölf Prozent beschert. In der spanischen Assekuranz werden 73 Prozent der Policen in der Lebensversicherung und 13 Prozent in der Nichtlebensversicherung über die Bankschalter verkauft.
Die Transaktion zwischen der Aegon und der Banco Santander muss noch eine Reihe von rechtlichen Hürden nehmen. "Die endgültigen Details der Transaktion stehen noch unter dem Vorbehalt der Due Diligence, der Genehmigungen der Aufsichtsbehörden, einer Reihe anderer Bedingungen und der Beendigung bestehender Allfinanzbündnisse der Banco Popular", heißt es von der Aegon. Beim letzten Punkt geht es um das langjährige strategische Bündnis zwischen dem ehemals fünftgrößten Kreditinstitut Spaniens Banco Popular und der spanischen Allianz-Tochter Allianz Seguros.
Die Banco Santander und die Allianz als bisheriger strategischer Partner der Banco Popular müssen nun eine Übereinkunft hinsichtlich einer Entschädigungszahlung an die Allianz erzielen. In vergleichbaren Fällen einer Auflösung strategischer Bündnisse dieser Größenordnung wurden im spanischen Markt zuletzt nicht selten Entschädigungszahlungen in dreistelliger Millionenhöhe fällig und eine Entscheidung erst durch ein Schiedsgerichtsverfahren erzielt. (reh)
Bildquelle: reh
Spanien · Aegon · Banco Santander
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