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Universa wächst und will weiter digitalisieren

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Der Nürnberger Versicherer Universa konnte bei den Beitragseinnahmen wie auch beim Geschäftsergebnis des Jahres 2017 Steigerungen verzeichnen. Die Abschluss-, Storno- und Kostenquoten in der Lebensversicherung stiegen bei sinkenden Bruttobeiträgen. Neben den Zahlen wurde ein Strategieprogramm zur digitalen Transformation aufgestellt. Auch die NV-Hagel hat Bilanzzahlen für 2017 vorgelegt.
Das Versicherungsunternehmen konnten im vergangenen Geschäftsjahr 2017 die gebuchten Bruttobeitragseinnahmen um 1,4 Prozent auf 706,5 Millionen Euro steigern. Aus den Kapitalanlagen wurde ein Ergebnis von 202,7 Millionen Euro (Vorjahr: 190,4) erwirtschaftet. Beim Geschäftsergebnis wurde nach Steuern ein Plus von 13,3 Prozent auf 125,5 Mio. Euro erzielt. Das sei das beste Ergebnis in der Unternehmensgeschichte, betonte der Vorstandsvorsitzende Michael Baulig: "Wir haben unsere auf Stabilität und langfristige Risikotragfähigkeit ausgerichtete Geschäftspolitik erfolgreich fortgesetzt und sind weiter ein finanzstarker und verlässlicher Partner."
In der Krankenversicherung stiegen die gebuchten Bruttobeiträge um 2,8 Prozent auf 567,6 Mio. Euro. Ein neuer Rekord konnte mit 98,6 Mio- Euro (2016: 5,5 Mio.) bei der Zuführung zur Rückstellung für Beitragsrückerstattung vermeldet werden. "Diese kommt den versicherten Mitgliedern zugute und wird überwiegend zur Limitierung von Beitragsanpassungen und damit zur langfristigen Beitragsstabilität eingesetzt", erklärte Baulig. Die Zahl der Vollversicherten fiel leicht, um 0,4 Prozent, im Vorjahr betrug der Rückgang 0,5 Prozent, aktuell sind 141.745 Personen vollversichert.
Lebensversicherung und Digitalstrategie
In der Lebensversicherung betrugen die Bruttobeitragseinnahmen 111,1 Mio. Euro (2016: 115,6 Mio.). Während das Geschäft mit Einmalbeiträgen "bewusst zurückgefahren" wurde, konnte bei den laufenden Beiträgen ein Zuwachs von 0,4 Prozent erzielt werden. Die Abschluss-, Storno- und Kostenquoten stiegen.
Bei der Digitalisierung ist die Universa nach eigenem Bekunden auf einem guten Weg. "Wir bieten bereits einen vollständig digitalen Antragsprozess inklusive elektronischer Unterschrift an“, erklärte Baulig. Im Außendienst wurde eine neue Videoberatung eingeführt, durch die eine ortsunabhängige Beratung und Betreuung möglich ist.
Für die Zeit bis 2022 hat die Universa ein Strategieprogramm zur digitalen Transformation mit 22 Maßnahmen und einem Investitionsvolumen von rund 25 Mio. Euro aufgestellt. Eine Schlüsselrolle nimmt dabei die Ablösung des bisherigen Bestandssystems ein. Das neue moderne Bestandssystem soll Dreh- und Angelpunkt für alle digitalen Aktivitäten werden, erklärt das Unternehmen.

NV-Hagel leidet unter Hagel-Schäden

Dem Landwirtschaftschaftsversicherer NV-Hagel haben im abgelaufenen Geschäftsjahr vor allem die Unwetter besonders zu schaffen gemacht. So registrierte das Unternehmen im Jahr 2017 insgesamt 33.123 Schadensmeldungen (2016: 24.148 Schäden). Dies entspricht einem Plus von 37,17 Prozent. Die Schadenaufwendungen stiegen ebenfalls um deutliche 46,87 Prozent auf 192,57 Mio. Euro (2016: 131,12 Mio.). Die Gesamtzahl der Bestandsverträge blieb im vergangenen Jahr mit 686 Policen (2016: 687) nahezu stabil. Die versicherte Fläche erhöhte sich um 3,7 Prozent auf 16.782 Hektar (2016: 16.157 Hektar). (vwh/mv/td)
Bild: Universa-Vorstand, Frank Sievert, Werner Gremmelmaier, Michael Baulig (Quelle: Universa)
Lebensversicherung · Krankenversicherung · Universa · 2017
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