Köpfe & Positionen

Pflege: "Ausländische Fachkräfte ein Teil der Lösung"

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Um dem aktuellen Pflegenotstand in Deutschland zu begegnen, will die Bundesregierung etwa 13.000 neue Fachkräfte einstellen. Dabei können "ausländische Fachkräfte ein Teil der Lösung sein", glaubt der Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, Andreas Westerfellhaus. Allerdings: "An erster Stelle ist für mich natürlich wichtig, dass sich die Arbeitsbedingungen für die Pflegenden in Deutschland verbessern".
"Wer sich auf den Weg zu uns macht, um hier in der Pflege zu arbeiten, muss eine vernünftige Bezahlung, einen qualifikationsgemäßen Einsatz und Angebote zur Integration erhalten", betont er gegenüber dem Handelsblatt. Allerdings mahnt Westerfellhaus auch zur Vorsicht: "In der Pflege herrscht auch in anderen Staaten ein Mangel, den wir mit gezielten Abwerbeversuchen nicht vergrößern dürfen. Allerdings können sich Win-win-Situationen ergeben. In vielen asiatischen Ländern etwa spielt die geriatrische Versorgung wegen der alternden Gesellschaft eine zunehmende Rolle, derzeit fehlen dort aber noch Qualifizierungswege".
Zudem will der ehemalige Präsident des Deutschen Pflegerates weiter aufwerten - auch wenn es teuer wird: "Die Aufwertung des Pflegeberufs ist eine gesellschaftspolitische Aufgabe, die in Umfragen auf viel Zustimmung stößt. Außer einer Prämie habe ich unter anderem eine Arbeitszeitreduzierung bei vollem Lohnausgleich vorgeschlagen, um alle in der Pflege Tätigen zu entlasten. Zu dem eingeschlagenen Weg deutlich verbesserter Arbeitsbedingungen und höherer Löhne gibt es aus meiner Sicht keine Alternative." (vwh/td)
Bild: Andreas Westerfellhaus (Quelle: Kai Abresch)
Pflege · Andreas Westerfellhaus
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