Politik & Regulierung

Nach Bankenpleite: PwC muss Rekordstrafe zahlen

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die Pleite der früheren US-Bank Colonial Group im Zuge der Finanzkrise 2009 kommt den Wirtschaftsprüfer Pricewaterhouse Coopers (PwC) teuer zu stehen. Ein US-Gericht verurteilte das Unternehmen nun zur einer Schadensersatzzahlung in Höhe von 625 Mio. US-Dollar verurteilt. Die Rekordsumme soll in den US-amerikanischen Einlagensicherungsfonds fließen.
So gab das Gericht der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft eine Mitschuld an dem Zusammenbruch, weil Mitarbeiter bei mehreren Bilanzprüfungen zwischen 2002 und 2009 das Betrugssystem nicht erkannt hatten, berichtet das Handelsblatt. Damit habe PwC entsprechend fahrlässig gehandelt. Ein Anwalt des Unternehmens wies den Vorwurf hingegen zurück und kündigte an, gegen die Entscheidung in Revision zu gehen.
Im vorliegenden Fall ging es um Betrugsfälle bei der früheren US-Bank Colonial Group, die 2009 im Zuge der Finanzkrise zusammengebrochen war. Der US-Einlagensicherungsfonds musste damals mit einer Summer von rund 4,2 Mrd. US-Dollar einspringen. Bereits 2007 musste PwC bereits 227 Mio. US-Dollar an Schadenersatz an die Aktionäre des früheren US-Mischkonzerns Tyco zahlen. Allerdings sind die Gesellschaften bis zu einem gewissen Grad gegen die Folgen von Rechtsstreitigkeiten versichert. (vwh/td)
Bildquelle: Olaf Schneider / PIXELIO (www.pixelio.de)
PwC · Banken
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