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"VWheute ermöglicht einen informativen Start in den Tag"

Von Maximilian VolzTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die letzten fünf Jahre waren für die Branche prägend: Ob neue Regulierung, Digitalisierung oder die kriselnde Lebensversicherung. Der Wandel in der Versicherungsbranche ist in vollem Gange. Norbert Rollinger, Vorstandsvorsitzender der Wiesbadener R+V-Versicherung, zieht anlässlich des Jubiläums von VWheute eine exklusive Zeitbilanz.
VWheute: Was hat die Lebensversicherung in den letzten fünf Jahren am stärksten verändert (Solvency II, LVRG, Run-Off) und was wird auch in Zukunft die größten Auswirkungen haben?
Norbert Rollinger: Die Niedrigzinsphase und regulatorische Anforderungen wie Solvency II und LVRG haben alle Lebensversicherer in den vergangenen Jahren vor besondere Herausforderungen gestellt. Das vergleichsweise niedrige Zinsniveau in der Eurozone wird zumindest mittelfristig weiter Bestand haben.
Ein ganz großes Thema wird die Digitalisierung bleiben. Hier erwarte ich enorme Veränderungen in der Branche. Das Thema Run-off spielt dagegen für R+V gar keine Rolle. Hier haben wir frühzeitig klargestellt, dass wir keine Bestände verkaufen werden. Darauf können unsere Kunden vertrauen. Positiv bewerte ich das 2018 in Kraft getretene Betriebsrentenstärkungsgesetz, denn es enthält viele neue Anreize zur größeren Verbreitung der bAV.
Gerade Beschäftigte mit kleinen und mittleren Einkommen profitieren hier besonders. Und die Betriebsrente wird angesichts des demografischen Wandels immer wichtiger.
VWheute: Die Branche wandelt sich, ursächlich sind besonders die Digitalisierung und das Aufkommen von Insurtechs. Wie verändern diese Einflüsse das Geschäft, insbesondere den Vertrieb?
Norbert Rollinger: Digitalisierung und stärkere Kundenorientierung sind aus meiner Sicht die großen Branchenthemen. Die R+V investiert jährlich etwa 100 Mio. Euro in die Neuausrichtung des Unternehmens und hat dazu ein Strategieprogramm "Wachstum durch Wandel" aufgesetzt. Bei Wachstum durch Wandel geht es um neue Services wie etwa ein bAV-Portal, das Thema Kundenbegeisterung und schlankere Prozesse.
Wir begreifen die technischen Veränderungen und das geänderte Kundenverhalten als Chance und wollen mit zusätzlichen Online-Abschlussstrecken und verbesserten Services wie Kundenportalen und Videoberatung weiter wachsen. Um beispielsweise neue digitale Technologien zu erproben und zügig zum Einsatz zu bringen, arbeiten wir natürlich auch mit Insurtechs zusammen.
Unser Ziel ist es, die Beitragseinnahmen bis zu unserem 100. Geburtstag im Jahr 2022 von heute 16 Mrd. Euro auf dann 20 Mrd. Euro zu steigern. Der kompetente Berater vor Ort wird aber dennoch weiterhin gefragt sein. R+V wird deshalb auch weiterhin mit seinen Experten als Partner in den Volksbanken und Raiffeisenbanken vertreten sein.
VWheute: Wie hat sich das Image der Versicherer in den letzten (fünf) Jahren verändert und wie wird es sich entwickeln? Ist das herkömmliche Versichererimage als reiner Schadenpartner ein Auslaufmodell, werden die Versicherer Alltagspartner der Kunden?
Norbert Rollinger: Selbstverständlich bleibt die schnelle und korrekte Regulierung weiter ein Kernelement unserer Arbeit – und trägt maßgeblich zur Kundenzufriedenheit bei. Aber wir wollen mehr als das. Wir wollen unsere Kunden so begeistern, dass sie uns anderen Menschen weiterempfehlen. Diese Kundenbegeisterung muss man sich hart erarbeiten.
Wir nehmen derzeit alle relevanten Entscheidungsprozesse bei R+V unter dem Aspekt der Kundenbegeisterung unter die Lupe. Parallel dazu befragen wir derzeit intensiv Kunden nach deren Wünschen und Ansprüchen an uns. Über den Aspekt Kundenbegeisterung könnten sich auch veränderte Services beziehungsweise Assistancen im Schadenfall ergeben.
Für diese Kundenbeziehung haben wir Ende 2017 sogar einen eigenen Bereich im Unternehmen geschaffen, der sich unternehmensweit um dieses wichtige Thema kümmert.
VWheute: Warum konsumieren Sie VWheute seit fünf Jahren?
Norbert Rollinger: VWheute bringt täglich News und Hintergründe, die wichtige Trends in der Branche beleuchten. Der frühe Newsletter ermöglicht so einen informativen Start in den Tag.
Die Fragen stellte VWheute-Redakteur Maximilian Volz.
Bild: Norbert Rollinger (Quelle: R+V/Werneke)
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