Politik & Regulierung

Es fehlen Milliarden in der Rentenkasse

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Wenn die Ko­ali­ti­on ih­re Rentenplä­ne um­setzt, wird es teuer. Die Steuerzahler müssten bei Inkrafttreten der Vorschläge im Jahr 2025 ei­ne im­men­se Milliardenlü­cke stop­fen. Die Zahlen kommen direkt aus der Zentrale der Rentenversicherung und lassen viele Fragen entstehen.
Die von der Bun­des­re­gie­rung ge­plan­te "Hal­t­el­i­nie" für das Ren­ten­ni­veau bis zum Jahr 2025 wird teuer. Die Pläne sollen einen zwei­stel­li­gen Mil­li­ar­den­be­trag kos­ten. Insbesondere die höheren Leistungen bei der Müt­ter­ren­te sowie der Er­werbs­min­de­rungs­ren­te würden stark zu Buche schlagen.
Wenn dann noch simultan der Bei­trags­satz zur Ar­beits­lo­sen­ver­si­che­rung gesenkt und in der Kran­ken­ver­si­che­rung zur pa­ri­tä­ti­schen Fi­nan­zie­rung der Bei­trä­ge zurückgekehrt werde, wäre die Folge, dass das Ren­ten­ni­veau schon im Jahr 2022 un­ter die im Ko­ali­ti­ons­ver­trag ver­ein­bar­te Mar­ke von 48 Pro­zent der Durch­schnitts­ein­kom­men fal­len würde. Aufkommen müsste für die Mehreinnahmen die Steuerzahler.
Alex­an­der Gun­kel, Vor­sit­zen­der des Bun­des­vor­stan­des der Deut­schen Ren­ten­ver­si­che­rung Bund: "Um den­noch bis 2025 die im Ko­ali­ti­ons­ver­trag vor­ge­se­he­nen Hal­t­el­i­ni­en zum Bei­trags­satz und zum Ren­ten­ni­veau ein­hal­ten zu kön­nen, sind nach ak­tu­el­lem Stand zu­sätz­li­che Steu­er­mit­tel in zwei­stel­li­ger Mil­li­ar­den­hö­he er­for­der­lich.“
Die Rentenpläne und die Idee der Sta­bi­li­sie­rung des Ren­ten­ni­veaus kommen vom SPD-Bundesarbeitsminister Hubertus Heil, sein Kollege Finanzminister Olaf Scholz müsste die Pläne aber absegnen, indem er die Pläne absichert und im Haushalt entsprechende Mittel berücksichtigt. Ob er es tun wird, ist die Frage. (vwh/mv)
Bild: Rente (Quelle: Bernd Kasper www.pixelio.de / PIXELIO)
Rente · SPD · Steuern · Olav Scholz · Hubertus Heil
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