Köpfe & Positionen

Liès: Am Renditeziel von zwölf Prozent wird festgehalten"

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Michel Liès vertraut Mario Greco. Der seit April dieses Jahres als Verwaltungsratspräsident eingesetzte Manager will sich nicht in die Tagesarbeit des CEO einmischen, sondern ihn strategisch unterstützen. Das eine gewisse Armfreiheit für einen CEO wichtig ist, weiß er noch aus seiner Zeit als Chef der Swiss Re. Das Sparprogramm der Zurich hält er für richtig und wichtig.
Der Mann an der Spitze des Verwaltungsrates, oberstes Exekutivorgan einer Schweizer Aktiengesellschaft, begrüßt den Umbau der Zurich. Er findet es "mutig", wie Greco versucht, die Zurich als Vorreiterin im "großen Strukturwandel" der Branche zu positionieren.
Wie genau dieser Wandel aussehen wird, davon hat Liès eine genaue Vorstellung. Die Digitalisierung werde für die Kunden manches vereinfachen und die Beziehung zwischen diesem und der Versicherungsgesellschaft "fundamental verändern". Die Versicherer werden vermehrt "Dienstleistungen erbringen", die auf Daten basieren auf und das "Risikomanagement der Firmen- wie auch der Privatkunden" verbessern, erklärte er gegenüber der Neue Zürcher Zeitung.
Um dieses Ziel zu verwirklichen wolle die Zurich auch weiterhin in Start-ups investieren, um "direkter und schneller mit Kunden in Kontakt zu kommen."
Asien ist das neue Europa
Das die Zurich nicht nur in Insurtechs investieren möchte, sondern auch global, stellt Liès klar: In Lateinamerika und Asien gibt es noch Entwicklungsmöglichkeiten, die wir nutzen wollen." Zukäufe seien dabei ausdrücklich vorgesehen. Ob der Verkauf von New China Life ein Fehler war, dieser Frage wich er aus, stellte aber fest, dass China ein wichtiger Teil der Asien-Strategie sei, allerdings nicht der "einzige Markt", der ins "Visier genommen werde".
In Nordamerika sei die Steuerreform für das Unternehmen günstig gewesen, er wolle allerdings nicht aus Zürich heraus beurteilen, "was sich in diesem großen Land alles tut". Nordamerika bleibe ein wichtiger Markt.
Das der Marktanteil der Zurich in Europa gefallen ist, habe man im Konzern bemerkt. Um dem entgegenzuwirken müsse man das Personengeschäft in der Schweiz, Deutschland und Italien stärken. "Wir haben eine Wachstumsstrategie, die auf die Kunden fokussiert, und ich sehe keinen Gegensatz zwischen Value und Wachstum." Am Renditeziel von zwölf Prozent werde festgehalten, allerdings werde nicht jeder Markt dieses Ergebnis erzielen. (vwh/mv)
Bild: Michel Liès (Quelle: Zurich)
Zurich · Mario Greco · Michel Liès
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