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Jugendliche haben große Defizite in Finanzfragen

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Junge Leute fühlen sich beim Handyverträgen und Girokonten gut informiert. In Finanzfragen herrscht jedoch große Ungewissheit. Zu diesem Ergebnis kommt der aktuelle "W² Jugend-Finanzmonitor", welcher dem Handelsblatt bereits vorliegt. Dabei klopft die Umfrage nicht nur die Erfahrungen und Einstellungen, sondern auch deren Fachwissen ab. Das Ergebnis ist nicht berauschend.
So hat der deutsche Nachwuchs mit Finanzen nicht sonderlich viel im Sinn. Dabei fühlen sich die Teens und Twens schon bei Mietverträgen und Ratenzahlungen nicht ausreichend informiert. Noch schlechter sieht es dabei beim Wissen über verschiedene Anlagemöglichkeiten wie Tagesgeld, Sparbuch oder Aktien aus. Hier gibt sich die Mehrheit der befragten Jugendlichen laut Umfrage eine Note von vier bis sechs. Auch bei der Altersvorsorge und den Immobilienkrediten scheint das Fachwissen miserabel zu sein.
Immerhin: 42 Prozent der Befragten beschäftigen sich mit Geldanlagen, 37 Prozent mit Versicherungen. "Das Thema Wirtschaft ist an Schulen nach wie vor unterrepräsentiert", konstatiert Michael Hüther, Direktor des Instituts der Deutschen Wirtschaft - auch wenn einzelne Bundesländer wie Baden-Württemberg dies bereits zum Schulfach erhoben haben.
Allerdings scheint das Thema im Familienkreis immer offener thematisiert zu werden, wie eine Umfrage der DVAG jüngst belegt. Dabei ist dies umso häufiger der Fall, je jünger die Befragten waren. Jedem zweiten der jungen Befragten unter 30 Jahren wurde Finanzwissen vom Elternhaus aktiv vermittelt. Überhaupt nur über Geldanlage geredet wurde bei 68 Prozent der unter 30-jährigen. Bei den älteren Jahrgängen ab 50 Jahren aufwärts dagegen kann dies nur eine Minderheit von sich behaupten, lautet ein Ergebnis der Umfrage.
Zwar orientieren sich jüngere Jahrgänge auch deutlich stärker am Verhalten ihrer Eltern als das bei früheren Generationen der Fall war. Dennoch ist die Hälfte der Befragten der Ansicht, dass die Kommunikation über Finanzthemen in den Familien noch weiter verstärkt werden sollte. Selbst bei den eher zurückhaltenden Senioren ab 60 Jahren sind knapp die Hälfte der Befragten dieser Meinung. (vwh/td)
Bildquelle: Klaus-Uwe Gerhardt / PIXELIO (www.pixelio.de)
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