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Munich Re warnt erneut vor Umweltkatastrophen

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Ein Rückversicherer ist wie kein anderes Unternehmen von den Wetterkapriolen rund um den Erdball abhängig. In einem Rekordunwetterjahr wie dem letzten sinken die Gewinne deutlich, wie der Münchener Konzern Munich Re leidvoll berichten kann. Doch kann die Versicherungsbranche aus den Unwettern nicht etwas für die Zukunft lernen?
Sicherlich die Tatsache, das Vorsorge Not tut, etwa der Verzicht auf Bebauung gefährdeter Gebiete oder durch Vorkehrungen wie besonders sturmfeste Gebäude oder wasserdichte Keller. Allerdings ist die Prognose solcher Unglücke immer noch nahezu unmöglich, wie das Beispiel USA zeigt.
Die meteorologischen Parameter für das Entstehen von Hurrikanen sind zwar bekannt, aber es gibt zahlreiche Unwägbarkeiten, etwa den Einfluss kurzfristiger klimatischer Schwankungen. Eine Schadenauflistung aus Nordamerika zeigt, wie unterschiedlich stark küstennahe Regionen betroffen sind, eine Prognose über den Ort und das Ausmaß der Schäden ist kaum möglich.
Seit 1950 sind von 429 Hurrikanen im Nordatlantik rund 16 Prozent mit Hurrikanstärke auf die USA getroffen. Dabei entsteht der Löwenanteil aller Schäden durch Hurrikane in den USA. Für 2018 erwarten Forschungsinstitute ähnlich viele Stürme wie im langfristigen Durchschnitt und damit weniger als 2017. Allerdings kann ein einzelner Sturm für eine verheerende Bilanz sorgen, wenn er ein Ballungszentrum trifft.
Vorstand Torsten Jeworrek warnt: "Als Gesellschaft schöpfen wir unser Potential zur Vermeidung von Schäden und finanziellen Vorsorge nicht aus. Wir haben ein kollektives Problem der Risikowahrnehmung."
Die Lage in Deutschland skizzierte der Munich Re-Experte Eberhard Faust, Forschungsleiter für Klimarisiken und Naturgefahren, bereits ausführlich in einem Artikel, den Sie auf VWheute lesen können. (vwh/mv)
Bild: Starkregen (Quelle: Gartenbau Versicherung)
Grafik: Munich Re
Munich Re · USA · Hurrikan · Torsten Jeworrek
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