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Will die Munich Re die Meag verkaufen?

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die Munich Re soll einen Verkauf der Investmenttochter Meag in Betracht ziehen. Wie das Manager-Magazin unter Berufung auf das Wall Street Journal berichtet, soll der Rückversicherer mit dem US-Vermögensverwalter Guggenheim über einen Verkauf verhandeln. Die Munich Re wie die Meag selbst wollten dies auf Anfrage von VWheute nicht kommentieren.
So berichten die Wirtschaftszeitungen "unter Berufung auf eingeweihte Personen", dass der Münchener Rückversicherer bei einem Deal mit dem Vermögensverwalter im Gegenzug einen nicht genannten Minderheitsanteil von Guggenheim Partners erhalten würde. Allerdings würden sich die Gespräche noch einem frühen Stadium befinden, heißt es weiter. Als Gründe für den Verkauf nennt das Manager Magazin neben der Schadenbelastung durch die Naturkatastrophen im vergangenen Jahr auch die Niedrigzinsen und den anhaltenden Preisdruck im Rückversicherungsgeschäft. Um daher Kosten zu sparen, wolle man sich von weniger lukrativen Geschäften trennen, heißt es weiter. Von der Munich Re und der Meag selbst hieß es auf Anfrage von VWheute unisono, dass man Marktgerüchte nicht kommentieren wolle.
Erst am Mittwoch hatte die Munich Re bekannt gegeben, den Gruppen-Risikolebensversicherer Ellipse an den US-Versicherer AIG verkaufen zu wollen. "Durch die Transaktion können wir unsere Refokussierung auf dem britischen Markt mit den strategischen Interessen von AIG verbinden. Das ist eine gute Gelegenheit für beide Seiten und wir sehen dem baldigen Abschluss dieses Deals entgegen", begründete Thomas Braune, Verantwortlicher für das Life und Health Rückversicherungsgeschäft bei Munich Re, den Deal. Über den Kaufpreis hatten beide Seiten Stillschweigen vereinbart. Der Abschluss der Transkation wird für das erste Quartal 2019 erwartet und muss noch von den Aufsichtsbehörden genehmigt werden.
Ellipse wurde 2009 gegründet und ist mittlerweile zur Nummer sechs für Gruppen-Risikolebensversicherungen auf dem britischen Markt aufgestiegen. Der Gruppenversicherer erreichte dabei nach Angaben der Munich Re im Jahr 2017 einen Markanteil von acht Prozent des Neugeschäftsvolumens und vier Prozent des Bestandsvolumens. Im Mai 2018 verwaltete Ellipse etwa 64 Mio. Pfund an Bestandsprämien und versichert dabei über 370.000 einzelne Personen in ca. 4.500 Gruppenverträgen. (vwh/td)
Bildquelle: Munich Re
Munich Re · Meag · Investment
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