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Will die Allianz 20 Prozent ihrer Arbeitsplätze abbauen?

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Mindestens 5.000 von rund 29.000 Allianz-Stellen hierzulande sollen abgebaut werden. Der Grund für den Abbau sollen die hohen Kosten in der Sachversicherung sein, berichtet das Manager Magazin in seiner Freitagsausgabe unter Berufung auf "Unternehmenskreise". Das Dementi aus München ließ nicht lange auf sich warten, doch das Spekulationsfeuer ist entzündet.
Nach Informationen des Wirtschaftsmagazins soll Deutschland-Chef Klaus Peter Röhler die Stellenkürzungen mit "freiwilligen Vereinbarungen und ohne offizielles Restrukturierungsprogramm" durchsetzen. Das Magazin beruft sich auf Informationen aus Insiderkreisen.
Allianz dementiert – es bleiben Fragen
Auf Anfrage von VWheute zu den oben genannten Gerüchten schreibt die Allianz: "Es gibt bei der Allianz in Deutschland kein Programm mit einer vorgegebenen Zielgröße. Die Anzahl von angeblich 5.000 bedrohten Jobs ist aus der Luft gegriffen."
Jetzt könnte man natürlich spitzfindig werden und hinterfragen, woher die das Magazin seine Informationen hat So hatte die Allianz nicht nur die Zahl als falsch bezeichnet, sondern auch das entsprechende Programm dementiert.
Die Betriebsräte würden sich bereits gegen das Vorhaben stemmen, es gäbe erhebliche Rückstände in der Sach- und Krankenversicherung, die noch nicht abgebaut sein. Zudem wäre die IT noch nicht so weit, solche Szenarien künftig zu verhindern.
Drei Möglichkeiten
Das oben genannte Szenario ist spannend, es gibt eigentlich nur drei Möglichkeiten: Ein Insider streut gezielt Fehlinformationen, um Röhler und/oder CEO Oliver Bäte in Misskredit zu bringen und die Allianz in Trubel zu stürzen – was gelungen scheint.
Zweite Möglichkeit: Die Informationen stimmen im Kern, aber nicht die genannten 20 Prozent, die Allianz will die tatsächlichen Zahlen aber momentan (noch) nicht nennen.
Das dritte und unwahrscheinlichste Szenario ist, dass das Manager Magazin die Story erfunden hat, was bei der Ausrichtung des Blattes allerdings kaum vorstellbar ist.
Eines der Szenarien wird sich als wahr herausstellen – VWheute wird dranbleiben. (vwh/mv)
Allianz · Sachversicherung · Oliver Bäte · Klaus-Peter Röhler
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