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In zehn Jahren ist alles Blockchain

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Sie sind stolz auf ihr innovatives System für Geldgeschäfte? Es könnte bald überaltert sein, denn in zehn Jahren wird ein "signifikanter Anteil aller Finanztransaktionen" weltweit mit Blockchain-Technologie unterlegt sein. Das ergab eine Studie des Investmenthauses Feri. Besonders die Versicherungswelt ist davon massiv betroffen.
Die Blockchain-Technologie steht zwar erst am Anfang, habe jedoch das Potenzial ganze Branchen massiv zu verändern. Dieses Fazit zieht das Feri Cognitive Finance Institute in einer gemeinsamen Analyse mit dem Blockchain Center der Frankfurt School of Finance & Management. "Die Blockchain ist eines der spannendsten Phänomene der heutigen Zeit“, erläutert Heinz-Werner Rapp, Gründer und Leiter des FERI Cognitive Finance Institute. Zuletzt sei das Thema zwar, vor allem im Kontext der Bitcoin-Euphorie, kontrovers diskutiert worden. Dieser einseitige Blickwinkel werde dem Potenzial der Blockchain jedoch in keiner Weise gerecht, erklärt Rapp.

Blockchain setzt Versicherungsbranche unter Druck

Die Blockchain-Technologie sei universell einsetzbar und könne sich in unzähligen Anwendungsbereichen etablieren. Autonom ablaufende Blockchain-Prozesse ermöglichen in Echtzeit die automatische Verifizierung und den sicheren Austausch von Informationen und Dokumenten, aber auch von Wertpapieren, Energie, Handelsgütern oder sogar Grundstücken. Damit würden komplett "neue Ökosysteme mit hohem disruptivem Potenzial begründet".
Dies werde sich in zahlreichen Unternehmen massiv auf bestehende Prozesse auswirken. Vor allem Finanzunternehmen wie Banken und Versicherungen, aber auch Börsen und andere Finanzintermediäre stünden unter Druck. "Die äußerst schnelle Entwicklung wird in den kommenden zehn Jahren dazu führen, dass ein signifikanter Anteil aller Finanztransaktionen weltweit mit Blockchain-Technologie unterlegt sein wird“, erläutert Philipp Sandner, Leiter des Blockchain Center der Frankfurt School of Finance & Management.
Blockchain wird bereits in der Versicherungswelt eingesetzt, und zwar beispielsweise bei der Versicherung von Schiffen. Die Großreederei AP Moller – Maersk nutzt die Technik und schwärmt vom Potential: "Our ambition is to drive the digital transformation of the transport & logistics industry and we see Blockchain-based solutions as a testament to the value that can be extracted from streamlining areas of our industry that still rely on manual and often complex procedures. Blockchain is a technology with great potential to ensure trust and security when digitizing complex, manual business processes. This makes it an interesting technology to explore for global shipping. Operating around 350 owned container vessels across the world, marine insurance takes up considerable resources for us. Moving it to the marine insurance blockchain platform will automate manual processes and alleviate a range of inefficiencies and frictional costs in the way we have used to trade marine insurance." (vwh/mv)
Blockchain · Feri · Maersk
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