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Verbraucherschützer prüfen Widerspruch gegen LV-Verträge

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die Verbraucherschutzzentrale Hamburg will eine Sammelaktion für den Widerspruch von Lebensversicherungen starten. Betroffen seien dabei jene Policen der Volksfürsorge, die zwischen 1995 und 2007 abgeschlossen wurden. Der Vorwurf: Die Verbraucher seien beim Abschluss der Verträge nicht ordnungsgemäß über ihr Widerspruchsrecht belehrt worden.
"Laut den uns vorliegenden Unterlagen hat die Volksfürsorge, die heute zum Generali-Konzern gehört, vermutlich in vielen Fällen falsch über das Widerspruchsrecht belehrt. Versicherte und ehemals Versicherte mit Verträgen der Volksfürsorge könnten ordentliche Rückzahlungen erhalten, wenn sie sich unserer Sammelaktion anschließen", begründet Kerstin Becker-Eiselen von der Verbraucherschutzzentrale Hamburg die Aktion.
Demnach müssten die Versicherungsnehmer nach einem Widerspruch ihre eingezahlten Prämien plus Zinsen zurückerhalten, heißt es bei der Hamburger Verbraucherzentrale weiter. "Oft lehnen die Konzerne berechtigte Rückabwicklungsansprüche einfach ab oder halten die Betroffenen monatelang hin. Wer bei unserer Sammelaktion mitmacht, erhält hoffentlich schneller, was ihm zusteht", so Becker-Eiselen.

Das sagt die Generali

"Grundsätzlich handelt es sich um ein sehr komplexes Thema. Insbesondere kommt es nach unseren bisherigen Erfahrungen immer auf den Einzelfall an, ob ein Kunde einen Widerspruch geltend machen oder eine zusätzliche Zahlung erwarten kann. Daher prüfen wir auch bisher jeden Einzelfall auf seine Besonderheiten.
Selbst bei einer unwirksamen Belehrung hat nicht jeder Kunde einen Anspruch auf eine höhere als die vertraglich vereinbarte Leistung. Berechtigten Ansprüchen von Kunden kommen wir dabei selbstverständlich immer nach, ohne dass der Kunde hierfür rund 200,- Euro aufwenden muss." (vwh/td)
Anmerkung der Redaktion: Die Antwort der Generali haben wir nach Erhalt am 19.06.2018 eingefügt.
Bildquelle: Ergo
Generali · Volksfürsorge · Verbraucherschutzzentrale Hamburg
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