Köpfe & Positionen

Kassow: "Die Grundidee der Versicherung ist das Kollektiv"

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Ergo-Vorstand Achim Kassow glaubt an passgenaue und maßgeschneiderte Angebote für die Versicherungskunden. In einem Interview mit den Stuttgarter Nachrichten erklärt der Chief Operating Officer der Ergo Deutschland, warum die Zukunft der Versicherung handgemacht ist und welche Folgen die Robotisierung in der Versicherungsbranche haben werden.
Kassow glaubt nicht, dass die Zukunft der Versicherung in Roboterhand liegen und dass es zu mehr Kundenkontakt kommen wird: "Die Anforderungen im direkten Kundenkontakt, in den Agenturen und am Telefon, werden zunehmen." Zudem würden sich die Kunden verstärkt im Internet informieren und dann "besser vorbereitet auf ihren Versicherer zugehen".
Ob die Digitalisierung zu einem Abbau an Personal führt, mag er nicht prophezeien: "Ich halte es nicht für seriös, hier eine Zahl zu nennen. Was mit den Arbeitsplätzen passiert, hängt maßgeblich von der Geschwindigkeit ab, in der neue Technologien von Kunden und vom Markt angenommen werden."
Der perfekt sitzende Versicherungsanzug
Die Grundidee einer Versicherung sei es, dass man ein Risiko im Kollektiv trage, dieser Gedanke stehe einer vollständigen Individualisierung entgegen. Dennoch gehe der Trend zur "Maßschneiderei", denn "neue Daten und neue Auswertungsmöglichkeiten führen zu immer differenzierteren Angeboten."
Zum Abschluss des Gespräches mit den Stuttgarter-Nachrichten erklärt Kassow, dass der neue digitale Kfz-Versicherer Nexible den Zugang zu neuen Kundengruppen ermögliche. Eine Konkurrenz zum herkömmlichen Vertrieb sei das jüngste Ergo-Kind allerdings nicht: "Kannibalisierungseffekte sehen wir bisher nicht, erklärt der Vorstand. (vwh/mv)
Bild: Achim Kassow (Quelle: Ergo)
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