Köpfe & Positionen

Allianz setzt auf mobiles Payment

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die Allianz Deutschland trägt sich mit dem Gedanken, einen mobilen Bezahlservice auf den Markt zu bringen. "Wir denken darüber nach. Wir untersuchen gerade, ob wir mit Allianz Prime in Deutschland an den Start gehen sollen. Eine endgültige Entscheidung steht zwar noch aus", erläutert Deutschlandchef Klaus-Peter Röhler gegenüber dem Handelsblatt.
Allerdings sei dies "ein sehr innovativer Bezahlservice, der attraktiv für den deutschen Markt sein kann", ergänzt der Allianz-Manager. Bei dem Service Allianz Prime handelt es um eine App mit einer integrierten Sicherheitstechnologie, die von Visa entwickelt wurde. Damit sollen die Kunden mobil bezahlen können, ohne ihre eigenen Kontodaten offenzulegen. Ins Bankgeschäft will die Allianz Deutschland damit wohl aber nicht. Getestet wird die Anwendung derzeit in Italien.
Neue Pläne hat Röhler auch in der Sachversicherung: "Wir möchten eine neue, sehr schlanke Produktarchitektur aufbauen, die künftig deutlich weniger Varianten umfassen wird. Noch sind wir viel zu komplex. Nach dem Kfz-Sektor wollen wir so auch den Privat-Schutz und andere Sparten angehen. Für den Kunden wird das Angebot so übersichtlicher. Natürlich liegt der Charme für uns darin, dass wir diese Produkte auch sehr viel einfacher herstellen können, was Kosten und Zeit spart", konstatiert er gegenüber dem Handelsblatt.
Die Zielrichtung scheint klar: "Wir wollen am Ende deutlich weniger Produktvarianten im Regal haben. In Italien sind wir am Ende auf 35 Produkte gekommen, die wir noch anbieten. Ich erwarte, dass wir in Deutschland bei einer ähnlichen Größenordnung in der Sachversicherung landen werden. Wir wollen aber auch die Komplexität bei der Verwaltung von Produktvarianten und Tarifgenerationen verringern, die wir gar nicht mehr anbieten".
Zudem will Röhler verstärkt auf eine Multikanalstrategie setzen. "Wir wollen am Ende deutlich weniger Produktvarianten im Regal haben. In Italien sind wir am Ende auf 35 Produkte gekommen, die wir noch anbieten. Ich erwarte, dass wir in Deutschland bei einer ähnlichen Größenordnung in der Sachversicherung landen werden. Wir wollen aber auch die Komplexität bei der Verwaltung von Produktvarianten und Tarifgenerationen verringern, die wir gar nicht mehr anbieten", erläutert der Deutschlandchef der Allianz.
Am stationären Vertrieb will er hingegen weiter festhalten: "Ich gehe fest davon aus, dass unser Vertrieb in dieser Größenordnung bestehen bleiben wird. Im Vergleich zu Wettbewerbern haben wir bereits im zurückliegenden Jahr unsere Vertriebskapazität nicht reduziert, während der Markt um fünf Prozent runtergegangen ist. Wir glauben sehr stark an diesen Vertriebsweg und halten ihn auch in Zukunft für sehr wichtig. Marktweit entfallen bisher nur zwölf Prozent der Beitragseinnahmen auf das Kfz-Direktgeschäft". (vwh/td)
Bild: Klaus-Peter Röhler, Vorstandsvorsitzender der Allianz Deutschland (Quelle: Allianz)
Allianz Deutschland · Klaus-Peter Röhler
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