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Bernardino: "Einige deutsche Lebensversicherer wären ohne Übergangsregeln insolvent"

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die europäische Aufsichtsbehörde für Finanzen entdeckt ihr ökologisches Bewusstsein. Was liegt da näher, als seinen unterstellten Schäfchen mehr Umweltbewusstsein ins Stammbuch zu schreiben. Der Eiopa-Chef Gabriel Bernardino will die Versicherer dazu bringen, die Transformation zu einer Industrie mit weniger Kohlenstoff zu unterstützen.
Aber der oberste Finanzaufseher will nicht nur fordern, sondern auch helfen. Anreize könnten beispielsweise niedrigere Kapitalerfordernisse für ökologische Anlagen sein. "Damit wäre ich einverstanden, wenn es evi­denzbasiert ist", erklärt Gabriel Bernardino.
Der Aufseherboss war bei einem Frankfurter Event für Wirtschaftsjournalisten in Plauderlaune und ließ durchblicken, dass er die Einführung des Pan-European Personal Pension Product (Pepp) weiterhin stark befürwortet, da in vielen europäischen Ländern das Pensionssystem "zu wenig ausgebaut sei". Zudem würden noch viel zu wenige Pensionsfonds in Europa grenzüberschreitend arbeiten, dem sollte entgegengearbeitet werden. Besonders, da durch den Brexit die Zahl der paneuropäischen Fonds weiter abnehmen würde. Bei der Einrichtung von grenzoffenen Fonds könnten die Aufsichtsbehörden behilflich sein.
Run-Off? "Kein Problem"
Sehr entspannt gab sich Bernardino gegenüber dem Run-Off: "Das ist gut und sollte möglich sein", allerdings nur bei "völliger Transparenz" für den Kunden. Generell sieht er die deutsche Lebensversicherungsbranche als stabil an, merkt aber an, dass einige hiesige Lebensversicherer ohne die Übergangsregeln insolvent wären. (vwh/mv)
Bild: Gabriel Bernardino (Quelle: vwh)
Lebensversicherung · Eiopa · Umwelt · Gabriel Bernardino
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