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Swiss Re: Verstärkte Nachfrage für Technische Policen

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Der Einsatz neuer Technologien sowie der wirtschaftliche Aufschwung in den Industrie- und Schwellenländern werden auch die Nachfrage für Technische Versicherungen ankurbeln. Zu diesem Ergebnis kommt die neue Sigma-Studie der Swiss Re. So bleibe London zwar ein wichtiges Zentrum für entsprechende Policen, vor allem für teure Projekte mit anspruchsvollem Versicherungsbedarf gehe.
Allerdings werden immer mehr technische Policen in neuen Versicherungszentren wie Singapur, Dubai und Miami abgeschlossen. Während einheimische Makler laut Sigma-Studie vor allem bei örtlichen Bauvorhaben aktiv sind, spielen international tätige Makler vor allem eine wichtige Rolle in komplexen Projekten, die spezielles Fachwissen erfordern und/oder teilweise aus dem Ausland finanziert werden. Allerdings biete der Versicherungsmarkt derzeit keine umfassenden Daten zu Prämien in der TV. Daher schätzt der Schweizer Rückversicherer das globale Prämienvolumen der Technischen Versicherungen für das Jahr 2017 auf rund 21 Mrd. US-Dollar.
Dies entspreche etwa drei Prozent der gesamten Gewerbeversicherungsprämien (ca. 730 Mrd. US-Dollar im Jahr 2017). Etwa die Hälfte dieses Markts entfällt auf Projektversicherungen, die zur Absicherung gegen Risiken während der Bauphase oder bei der Installation von Anlagen, Gebäuden und Infrastruktur abgeschlossen werden, konstatiert die Swiss Re weiter. Allerdings verzeichnet der Rückversicherer seit einigen Jahre eine Stagnation bei der Prämienentwicklung.
So liegen in vielen entwickelten Ländern die Ausgaben im Bausektor als Prozentsatz des Bruttoinlandsprodukts (BIP) noch immer unter dem Höchstwert aus der Zeit vor der globalen Finanzkrise im Jahr 2008, heißt es in der Sigma-Studie. Zudem beginnen einige wichtige Schwellenländer gerade erst, sich von der jüngsten Rezession zu erholen. Die EMEA-Region (Europa, Mittlerer Osten und Afrika) zeichnet daher nach wie vor für den Löwenanteil der globalen TV Prämien. Dies führt die Swiss Re vor allem auf die Beliebtheit von Industrie-Allgefahrenversicherungen wie Maschinenbruch- und Bauwesenversicherungen zurück.
Ein weiteres Thema ist nach Ansicht der Swiss Re auch der Einsatz neuer Technologien. So können diese zwar zu einer deutlichen Effizienzsteigerung führen, bringen aber auch neue Gefahren wie etwa Cyber-Risiken mit sich, heißt es beim Rückversicherer weiter. So wurden beispielsweise seit 2009 wurden über 400 Bau-Start-ups ("constructech") gegründet, die insgesamt 2,9 Mrd. US-Dollar an Kapital eingeworben haben und sich häufig auf Lösungen zur Verbesserung der Bauleitung spezialisieren "Neue Technologien verändern bestehende Risiken und bringen neue Gefahren wie etwa Cyber-Risiken mit sich. Für Versicherer könnte dies höhere Schadenforderungen bedeuten, selbst wenn die Schadenhäufigkeit weiter sinkt", betont Mike Mitchell, Head Property & Casualty Underwriting Reinsurance bei Swiss Re. (vwh/td)
Bildquelle: Tony Hegewald / PIXELIO (www.pixelio.de)
Swiss Re · Technische Versicherung · sigma-Studie
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