Unternehmen & Management

AGCS: Umweltzerstörung wird zum Geschäftsrisiko

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Knapper werdende Ressourcen und eine zunehmende Umweltverschmutzung werden auch für Unternehmen zu einem immer größeren Geschäftsrisiko. In der Gefahrenzone befinden sich dabei vor allem die Öl- und Gasindustrie, der Bergbau, die Lebensmittelbranche und der Transportsektor heißt es in einer Branchenanalyse von Allianz Global Corporate & Specialty (AGCS).
So stammen beispielsweise über 90 Prozent des weltweit abgebauten Eisenerzes aus Regionen, in denen Wasserknappheit und Beeinträchtigungen der Biodiversität hohe Risiken darstellen1. Der Transportsektor sieht sich ebenfalls mit Auswirkungen auf die Biodiversität konfrontiert, zudem belastet der hohe Ausstoß von Treibhausgasen- und anderen Schadstoffemissionen die Nachhaltigkeitsbilanz, lautet ein Ergebnis der aktuellen Studie "Measuring and Managing Environmental Exposure: A Business Sector Analysis of Natural Capital Risk". Zudem sei der Kohlenstoffausstoß durch weltweite Transportaktivitäten ist seit 1970 um 250 Prozent angestiegen und trägt mittlerweile 23 Prozent zur globalen CO2-Belastung bei. Dies zeigt das Potenzial für gezielte Maßnahmen zur Emissionsreduktion und zum Schutz von Flora und Fauna, heißt es bei AGCS.
Sieben weitere Industriesparten, nämlich das Baugewerbe, die Versorgungsunternehmen, die Bekleidungs-, Chemie-, Fertigungs- und Pharmaindustrie sowie der Automobilsektor befinden sich laut AGCS-Analyse in der "mittleren Zone", in der sich Naturkapitalrisiken und deren Management durchschnittlich im Gleichgewicht befinden. Lediglich die Telekommunikationsunternehmen befinden sich derzeit ein einem "sicheren Hafen". Dabei seien does nicht nur selbst mit geringen Naturkapitalrisiken konfrontiert, sondern können über digitale Kommunikations- und Managementlösungen auch entscheidend zu einem effizienteren Einsatz von natürlichen Ressourcen in anderen Sektoren beitragen, konstatieren die Experten der Allianz-Tochter.
"Die nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen wird den künftigen Erfolg von Unternehmen entscheidend mitbestimmen. Zwar steigt das Bewusstsein für Nachhaltigkeit in der Wirtschaft. Doch viele Unternehmen verstehen noch zu wenig, welchen Naturkapitalrisiken sie ausgesetzt sind, wie sich diese auf ihren Geschäftserfolg auswirken und wie sie beitragen können, natürliche Ressourcen besser zu managen.Weltweit sehen sich Unternehmen zunehmend mit den negativen Folgen der Vernichtung von Naturkapital konfrontiert", kommentiert Chris Bonnet, Manager Environmental, Social and Governance (ESG) Business Services bei AGCS, die Ergebnisse der Analyse.
Für die Studie hat AGCS mehr als 2.500 Unternehmen in zwölf Branchen untersucht. Dabei wurden fünf Faktoren berücksichtigt: Biodiversität, Treibhausgasemission, andere Emissionen, Wasser und Abfallstoffe. (vwh/td)
Bildquelle: roja48 / Pixelio
AGCS · Natur · Umwelt
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