12.06.2018Unternehmen & Management

R+V testet Smart-Home-Lösung für medizinische Notfälle

Von VW-RedaktionVW heute
Die R+V startet in Kooperation mit dem Malteser Hilfsdienst und IBM ein Smart-Home-Projekt, um Menschen bei medizinischen Notfällen eine schnelle Hilfe zu ermöglichen. Zunächst soll "Malteser Care" in 25 Haushalten getestet werden. Technische Basis dafür sind die in der gesamten Wohnung verteilten Sensoren. Das Modellprojekt ist zunächst für zwölf Monate angelegt.
Wie der Wiesbadener Versicherungskonzern mitteilt, messen Temperatur- und Rauchsensoren die Luft im Raum, ein Wasserwächter meldet einen Überlauf an Waschbecken oder Badewanne. Türkontakte und Bewegungsmelder sollen Alarm schlagen, wenn sich etwas Verdächtiges anbahnt. Außerdem sollen die Sensoren auch erkennen können, wenn die Teilnehmer zu lange im Bett liegen.
Für das Pilotprojekt konnten sich zunächst R+V-Mitarbeiter mit älteren Verwandten melden. Die meisten Testwohnungen befinden sich in der Region Mainz/Wiesbaden, zwei sind in der Nähe von Frankfurt am Main und eine in Limburg. Jüngste Teilnehmerin ist eine 37-Jährige mit einer schweren chronischen Erkrankung, ältester Teilnehmerin eine 92-jährige Frau. Die Wohnungen wurden laut R+V bis Ende April mit der notwendigen Technik ausgestattet. Das Pilotprojekt selbst läuft seit Mai.
"Bisher läuft das Assistenzsystem, nach einer Trainingsphase, weitestgehend störungsfrei. Es gab bisher wenige Fehlalarme, allerdings auch noch keine konkreten Notfälle", konstatiert Innovationsmanager Thomas Rudolf von der R+V. Der Feldversuch ist noch bis April 2019 angelegt.
Danach will der Versicherer entscheiden, ob das Angebot ausgeweitet werden soll. Demnach sei unter anderem denkbar, dass es eine neue Assistance Leistung von R+V oder aber ein neuer Versicherungsbaustein geben könne, etwa in Pflege-, Kranken- oder Unfallversicherungen.
"Smart Home ist ein interessanter Zukunftsmarkt, auch für Versicherer. Deshalb ist es für R+V besonders wichtig, für künftige Produkte und Serviceleistungen entsprechende Erkenntnisse zu gewinnen", kommentiert Norbert Rollinger, Vorstandsvorsitzender der R+V, das Smart-Home-Projekt. (vwh/td)
Bildquelle: RWE
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