Politik & Regulierung

Hacker schießen Kryptowährungen ab

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Ein Cyberangriff auf eine Handelsplattform für Kryptowährungen verursachte Medienberichten zufolge einen Milliarden-Schaden und führte zu panischen Massenverkäufen. Die Attacke auf den südkoreanischen Marktplatz Coinrail sorgte für einen Börsenwertverlust in Höhe von 46 Mrd. US-Dollar, der Bitcoin-Kurs fiel zeitweise um 13 Prozent.
Es war ein gelungener Raubzug der Hacker. Der Geschädigte Coinrail räumte mittlerweile ein, die Cyberkriminellen hätten rund ein Drittel der auf der Plattform gehandelten digitalen Münzen gestohlen. Laut Medienberichten beläuft sich der Schaden auf rund 31 Mio. Euro. Wer in welchem Umfang für welchen Schaden haftet, ist derzeit noch unklar.
Es ist nicht der erste Fall dieser Art, zu Beginn des Jahres erfolgte bereits ein ähnlicher Angriff auf die japanische Cyber-Börse Coincheck, es entstand ein Schaden von rund 534 Mio. Dollar.
Die Handelsplätze für digitale Währungen in Südkorea, einer Cyberwährungshochburg, sind sich der Hacker-Gefahr bewusst, 14 Handelsplattformen haben sich einer Selbstregulierung unterworfen, der jüngst geschädigte Vertreter gehört allerdings nicht zu diesem Kreis.
Alle in einem Boot
Cyberwährungen leben von ihrem Ruf, ein schnelles und sicheres Zahlungsmittel zu sein, der Hackerangriff ist daher schlecht für das Image der gesamten Branche, wie man am Börsenkurs vieler Digitalwährungen nach dem Raub ablesen kann. Währungen wie Ether, Ripple und Bitcoin Cash verbuchten nach dem Vorfall Kursverluste.
Es hilft dem Renommee des PC-Geldes auch nicht, dass zuletzt verstärkt von Diebstählen, Marktmanipulationen und Geldwäsche am Markt berichtet wird. Das zeigt das Beispiel Bitcoin exemplarisch, seit dem Höchststand im letzten Dezember verlor die Währung rund zwei Drittel an Wert. (vwh/mv)
Bild: Digitale Währung (Quelle: Tim-Reckmann PIXELIO / www.pixelio.de )
Cybercrime · Digitalwirtschaft · Bitcoin
Auch interessant
Zurück
16.11.2018VWheute
Cyber­crime: Versi­cherer schützen sich selbst zu wenig Die Gefahren aus dem Internet entwickeln sich für Unternehmen zu einer immer größeren Bedohung…
Cyber­crime: Versi­cherer schützen sich selbst zu wenig
Die Gefahren aus dem Internet entwickeln sich für Unternehmen zu einer immer größeren Bedohung. Relativ neu hingegen ist die Erkenntnis, dass Versicherer nun auch selbst zunehmend im Fokus der Cyberkriminellen stehen. …
14.09.2018VWheute
Südkorea will Versi­che­rung für Kryp­towäh­rungen einführen Kryptowährungen erleben derzeit einen wahren Goldrausch. Kein Wunder, dass das digitale …
Südkorea will Versi­che­rung für Kryp­towäh­rungen einführen
Kryptowährungen erleben derzeit einen wahren Goldrausch. Kein Wunder, dass das digitale Geld auch bei digitalen Langfingen derzeit besonders beliebt ist. Der ostasiatische Tigerstaat Südkorea will nun die Handelsbörsen …
30.08.2018VWheute
Lloyd's versi­chert Kryp­towäh­rungen Besitzer von spekulativ aufgehäuften Bitcoins oder Eteriums sehen sich derzeit zweierlei Risiken ausgesetzt: Zum…
Lloyd's versi­chert Kryp­towäh­rungen
Besitzer von spekulativ aufgehäuften Bitcoins oder Eteriums sehen sich derzeit zweierlei Risiken ausgesetzt: Zum einen können die Tauschverhältnisse zwischen der jeweiligen Phantasie-Währung und der Leitwährung stark schwanken (für Bitcoin …
01.08.2018VWheute
Allianz-Chef­be­rater: "Kryp­towäh­rungen wurden zu sehr hoch­ge­ju­belt" Als Pimco-Chef musste Mohamed El-Erian stets den gesamten Markt im Blick …
Allianz-Chef­be­rater: "Kryp­towäh­rungen wurden zu sehr hoch­ge­ju­belt"
Als Pimco-Chef musste Mohamed El-Erian stets den gesamten Markt im Blick haben. Seine Sicht auf die Finanzindustrie schätzt die Allianz so sehr, dass sie ihn als ökonomischen Chefberater engagierte. Er …
Weiter