Märkte & Vertrieb

Dual International will weiter expandieren

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Der Spezialassekuradeur Dual will in den kommenden fünf Jahren weiter wachsen. So werden neben den bisherigen Standorten Köln, Frankfurt (Fokus auf M&Abezogene Deckungen) und Hamburg will das Unternehmen in Kürze weitere Außenstellen in München und Ljubljana eröffnen. Auch bei den Prämieneinnahmen hat Dual in den kommenden fünf Jahren ehrgeizige Ziele.
"Unser Ziel ist es den derzeitigen Prämienumsatz von einer Mrd. Euro aus 15 Ländern innerhalb der nächsten fünf Jahre zu verdoppeln. Freuen würde es mich, wenn ein zunehmender Teil der Kapazität dann auch von Munich Re bzw. Allianz käme", betonte Clement Booth, Chairman der Dual International Limited, jüngst auf einer Fachtagung in Köln. Andreas Berger, Vorstand bei Allianz Global & Specialty, schien sich diesem Ansehen nicht zu widersetzen.
Berger wies auf das erhebliche Cyber-Exposure unter D&O Deckungen hin, welches sich anlässlich der Abfassung von Policentexten niemand vorstellen konnte. Nun könne man D&O eigentlich nur zeichnen, wenn Details zum diesbezüglichen Risk Managment beim Kunden bekannt seien.
Dabei sprach der AGCS-Manager von einem "silent cyber risk", welches sich bei einer Reihe herkömmlicher Deckungen finden würde, auch im Sachbereich. Einzelne Kunden sehen hier eine Grauzone im Deckungsumfang und erbitten die Bestätigung der von ihnen angestrebten extensiven Policeninterpretation und somit Rechtssicherheit, so Berger weiter.
Zudem strebe auch die Allianz auf diesem Gebiet eine Rechtssicherheit an. Allerdings wolle man zunächst behutsam vorgehen und in manchen Fällen Sublimits einführen bzw. Spezialdeckungen verkaufen. Blauäugiger gäben sich manche Konkurrenten. Diese zeichneten möglicherweise Cyber ohne dass dem ein konsistentes Pricing zugrunde läge. Berger schätzt dabei die Weltmarktprämien für Cyber auf zwei bis drei Mrd. US-Dollar, wovon allerdings nur 300 Mio. auf Europa entfielen.
Weitere erhebliche Exponierungen unter D&O Policen ergeben sich aus der mangelnden Vorsorge für mögliche Betriebsunterbrechungen, Reputationsverlusten sowie aus liability for data breaches, des weiteren aus Kartellverstößen und Korruptionsfällen, etwa im Zuge des brasilianischen Lavajatos-Skandals.
Erst kürzlich hat Dual bereits eine erste Zeichnungsvollmachten für Allianz erhalten. Weitere Kapazitätsgeber sind Everest Insurance Ireland, Liberty Insurance, Travellers sowie die ab 1. Januar 2019 aus Brüssel operierende SCOR-Tochter Channel.
Dabei bietet Dual bietet derzeit folgende Kapazitäten: 55 Mio. Euro in D&O, 40 Mio. in E&O, 35 Mio. Euro Vertrauensschaden, 50 Mio. Warranty & Indemnity, sowie zehn Mio. in Cyber (bei maximalem Umsatz/assets under management von 500 Mio. Euro).
Marcel Armon, Geschäftsführer von Dual Deutschland, strich die Vorteile heraus, die ein gut eingeführter Assekuradeur den Kapazitätsgebern bringen kann:
  • Risikoausgleich über Sparten (neben Berufshaftpflicht und D&O auch noch AH, Unfall, Property und gehobenes Privatgeschäft.
  • Diversifikation ohne dass ein Versicherer selber die hierfür erforderliche Infrastruktur schaffen und das Spezial Know-how selber besorgen zu müssen
  • Sofortiger privilegierter Makler-Kontakt

Neue Führungsebene

Darüber hinaus hat sich auch die Führungsebene der Dual Deutschland zum 1. Juli 2017 neu aufgestellt. So besteht die Geschäftsleitung künftig aus der Juristin Annet Marscholek, die nach dem Aufbau der neuen Schweizerischen Niederlassung nun zum Geschäftsführer Deutschland berufen wurde.
Sie folgt damit auf Marcel Armon, der zum 1. Juli die Geschäftsführung von Howden Germany übernimmt. Ergänzt wird die Geschäftsleitung von Dual Deutschland um Hannes Puchner in Wien, der die Geschäftsaktivitäten der Dual in Österreich sowie in Mitteleuropa verantworten wird.
Darüber hinaus verantwortet Prokurist Olaf Jonda, Prokurist den Vertrieb und das gesamte Underwriting bei Dual Deutschland. Der Jurist Jochen Schuster ist seit November 2017 für M&A Deckungen zuständig und verantwortet bei der M&A Tochter in Frankfurt die Bereiche Personal, Vertrieb und Marketing. Zudem wurde Schuster zum Geschäftsführer der Tochtergesellschaft HVR in Hamburg bestellt. (cpt)
Bild: Marcel Armon (Quelle: Dual)
Dual Deutschland
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