11.06.2018Märkte & Vertrieb

Schanghai wirbt für ausländische Investoren

Von VW-RedaktionVW heute
Fintechs erleben auch in China einen immensen Aufschwung. Bestes Beispiel: die Alibaba-Tochter Ant Financial Services, welche jüngst die Rekordsumme von 14 Mrd. US-Dollar eingesammelt hat. Damit könnte das Fintech bald zu einer der teuersten Firmen weltweit werden. Schanghai will vom Boom profitieren und sich nun weiter für Finanzunternehmen aus dem Ausland öffnen.
Das ambitionierte Ziel: Ein führendes Finanzzentrum in Fernost zu werden. So hat die städtische Finanzverwaltung vor kurzem angekündigt, die rgulatorischen Vorgaben für Niederlassungen von ausländischen Banken, Versicherungen, Wertpapierhändlern, Clearing-Institutionen, Finanzdienstleistern wie Maklern und Vermögensverwaltungen, Bezahldiensten und Ratingsagenturen lockern zu wollen.
In der Tat ist Schanghai derzeit als das chinesische Finanzzentrum nicht unattraktiv für ausländische Investoren. Einige wittern dabei schon entsprechende Geschäftschancen. So hat vor kurzem der Makler Willis aus England einen Antrag auf Geschäftserweiterung bei der chinesischen Aufsichtsbehörde gestellt. Anfang Mai reichte die FWD Life Bermudas das Gesuch für die Gründung einer Lebensversicherung ein, berichtet die chinesische Finanzzeitung Security Times.
Ebenfalls Anfang Mai hat der Bezahldienst World First aus London beschlossen, nach China zu expandieren, und hat chinesische Finanzbehörden kontaktiert. Security Times berichtet weiter, dass auch die Allianz China den Plan verfolgt, eine alleinige Gesellschaft in Schanghai zu gründen. Bisher muss sich die Allianz mit mehreren chinesischen Partnern zusammen tun.
Für viele Marktbeobachter treffen die Ambitionen Schanghais genau die Ambitionen der Unternehmen aus dem Westen. So steht der Umsetzung der ehrgeizigen Pläne beider Seiten nichts mehr im Wege, konstatieren die Marktbeobachter. (hy)
Bild: Schanghaier Geschäfts- und Finanzviertel Pudong (Quelle: hy)
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