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Munich Re: Unwetter sind Vorboten der Zukunft

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Blitz, Donner und Starkregen im Akkord: Seit mehreren Wochen wird Deutschland von heftigen Unwettern heimgesucht. Für die Klimaexperten der Munich Re kommt diese Entwicklung wenig überraschend: So werde es auf der Basis aktueller Klimastudien-Modelle künftig häufiger "konvektive Starkniederschläge" und mehr Hitze- und Trockenperioden geben.
"Die Wetterabläufe der vergangenen Wochen passen also grob in das Bild, dass uns der Klimawandel in der Zukunft noch viel häufiger zeigen wird", wird Eberhard Faust, Forschungsleiter für Klimarisiken und Naturgefahren, bei der Deutschen Presseagentur (dpa) zitiert.
So komme "es seit Mitte Mai immer wieder lokal zu Starkregen und schweren Überflutungen, insbesondere südlich einer Linie Emden - Chemnitz" konstatiert der Klimaexperte weiter. "Lokal wurden öfters bei der Niederschlagsmenge innerhalb einer oder zwei Stunden die Wiederkehrperiode von 100 Jahren überschritten. Von der derzeitigen Wetterlage mit Gewitterneigung können weiterhin vor allem West- und Süddeutschland über die kommenden Tage betroffen sein", prognostiziert Faust.
Ob die aktuellen Unwetter jedoch eine Folge des Klimawandels seien, vermochte der Klimaschutzexperte der Munich Re nicht zu bestimmen. "Eine Wetterlage wie die skizzierte ist hingegen in ihren Details individuell und kann per se nicht auf den Klimawandel zurückgeführt werden. Allerdings ähnelt die jetzige Wetterlage stark der vom Mai und Juni 2016, als ebenfalls immer wieder Gewitter über Deutschland brodelten", erläutert Faust.
Aber: "Konvektive Starkniederschläge fallen auch umso intensiver aus, je höher die Umgebungstemperatur ist. Die Wetterabläufe der vergangenen Wochen passen also grob in das Bild, dass uns der Klimawandel in der Zukunft noch viel häufiger zeigen wird", betont der Klimaexperte in einem aktuellen Topics-Interview des Münchener Rückversicherers.
Für die Versicherer bedeutet das: "Solche Gewitterzellen können theoretisch überall auftreten. Und genau hier liegt auch die Herausforderung in der Prävention". So arbeite derzeit " auch der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) an einer deutschlandweiten Starkregengefährdungs-Zonierung, die voraussichtlich 2019 zur Verfügung stehen wird". (vwh/td)
Bildquelle: Raphael Reischuk / PIXELIO (www.pixelio.de)
Munich Re · Unwetter · Eberhard Faust
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