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Unwetter: Provinzial rechnet mit Schäden in Millionenhöhe

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die Unwetterserie der vergangenen Wochen kommt die Provinzial Rheinland vermutlich teuer zu stehen. Wie der Versicherungskonzern zu Wochenbeginn mitteilt, beträgt der voraussichtliche Gesamtschaden zwischen 25 und 30 Mio. Euro. Bereits seit Ende April hält eine Reihe von Unwetterereignissen das Rheinland in Atem. Alleine Tief "Wilma" verursachte Schäden von etwa 15 Mio. Euro.
Dabei hatte "Wilma" in den vergangenen Tagen zu Starkregen sowie Gewittern mit zahlreichen Blitzen und Hagel geführt. Neben dem Niederrhein, der Eifel, dem Hunsrück und dem südlichen Rheinland, waren vor allem die Städte Aachen und Wuppertal besonders betroffen, teilte die Provinzial Rheinland mit.
So gingen laut Versicherer allein in Wuppertal in kürzester Zeit Regenmengen von bis zu 100 Liter pro Quadratmeter herunter. Der Haken: Laut einem Bericht der Westdeutschen Zeitung muss die Stadt für den Schaden wohl selbst aufkommen, da sie gegen die Unwetter nicht versichert war.
Ersten Schätzungen zufolge standen dabei nicht nur mehrere tausend Keller in Elberfeld und Barmen unter Wasser. Zudem verzeichnete die Stadt laut Bericht massive Gebäudeschäden und zerstörte technische Geräte in Kellerräumen. Davon betroffenseien auchd Schulen, Sporthallen, Kitas, das Museum, die VHS und viele andere öffentliche Gebäude.
"Die Folgen sind massiv. In einigen Fällen, wo Geschäfte und Warenlager unter Wasser standen, sind sie existenzbedrohend, wenn nicht die entsprechende Versicherung abgeschlossen worden ist", kommentierte Oberbürgermeister Andreas Mucke.
Dabei dürfte es noch lange dauern, bis alle Schäden beseitigt sind. Bei der Finanzierung der Reparaturen wird die Stadt wegen des fehlenden Versicherungsschutzes wohl auf sich gestellt sein. "Tausende Gebäude zu versichern, wäre über viele Jahre nicht finanzierbar gewesen", betonte eine Sprecherin der Stadt.
Eine Schneise der Verwüstung hatte zudem am Abend des 16. Mai der Tornado im Kreis Viersen hinterlassen. Die Folge waren unter anderem abgedeckte Dächer, zerschlagene Autofenster und umgestürzte Bäume in mehreren Ortsteilen von Viersen, Nettetal und Schwalmtal. Den Schadenaufwand schätzt die Provinzial Rheinland auf etwa 4,5 Mio. Euro.
Ende April sorgte zudem ein 70minütiges Unwetter in den Regionen Aachen/Düren sowie am linken Niederrhein für erhebliche Schäden. Die Kosten dafür beziffert der Versicherer in einer Größenordnung zwischen sieben bis acht Mio. Euro. (vwh/td)
Link: Unwetter: Neue Forderung nach Pflichtversicherung (Tagesreport vom 04.06.2018)
Bildquelle: Raphael Reischuk / PIXELIO (www.pixelio.de)
Unwetter · Provinzial Rheinland · Wilma
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