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Zurich-Chef Greco setzt auf gezielte Zukäufe

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Für den Schweizer Versicherungskonzern Zurich stehen größere Übernahmen und Akquisitionen momentan wohl nicht ganz oben auf der Tagesordnung. "Zusammenschlüsse und Akquisitionen sind nicht wirklich eine Priorität für uns", betonte Konzernchef Mario Greco gegenüber Bloomberg-TV. Vielmehr werde man an der bisherigen Vorgehensweise festhalten und sich auf gezielte Transaktionen in einzelnen Ländern konzentrieren.
Damit erteilte Greco einem großen Deal erneut eine klare Absage. Bereits Anfang Mai war Finanzvorstand George Quinn möglichen Spekulationen über eine große Übernahme entgegen getreten: "Wir leben nicht für Fusionen und Zukäufe. Wir glauben nicht an diesen großangelegten Multi-Markt-Zugang bei M&A". Vielmehr stünden für die Zurich die operativen Vorhaben an oberster Stelle. Großtransaktionen würden hingegen enorm vom Geschäft ablenken.
Dennoch hat der Trend zu großen Deals in der Versicherungswirtschaft weiterhin zugenommen. Laut einer Umfrage in der Versicherungswirtschaft von Willis Towers Watson in Zusammenarbeit mit Mergermarket ist die Anzahl der Transaktionen in der Versicherungswirtschaft im ersten Halbjahr 2017 um 17,7 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum gesunken. Gleichzeitig stieg der Gesamtwert der M&A Deals im gleichen Zeitraum um 170 Prozent. (vwh/td)
Bild: Mario Greco (Quelle: Zurich)
Zurich · Mario Greco · M&A
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