Köpfe & Positionen

Anleger sind offen für Public-to-Private Transaktionen

Von Tobias DanielTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Der nordamerikanische Übernahmemarkt ist für Anleger derzeit nicht besonders attraktiv - ganz im Gegensatz zu Südostasien. Dafür zeigen sich viele Anleger offen für für Public-to-Private Transaktionen. VWheute hat mit Gregor von Deuten, Principal bei Coller Capital, über die Ergebnisse des aktuellen Ergebnisse des Global Private Equity Barometer gesprochen.
VWheute: Laut aktuellem Barometer investiert derzeit jeder sechste Limited Partner (LP) in Fonds, die sich an Managementgesellschaften der General Partner (GP) beteiligen. Worin sehen Sie die Gründe für diese Entwicklung?
Die Private-Equity-Industrie entwickelt sich kontinuierlich weiter und die sogenannten Funds-of-Firms sind hierfür ein gutes aktuelles Beispiel. Durch sie können Investoren nun auch direkt in General Partner investieren und ihr Engagement in der Anlageklasse Private Equity in einer differenzierten Art und Weise erweitern.
Für GPs bietet diese neue Kapitalquelle zum Beispiel die Möglichkeit, Wachstum zu finanzieren oder aber auch geschaffene Vermögenswerte in Teilen zu monetisieren, um so beispielsweise einen Generationswechsel zu unterstützen.
VWheute: Ein weiteres Ergebnis: Der nordamerikanische Übernahmemarkt ist derzeit überhitzt. Erläutern Sie bitte die Gründe dafür und welche Auswirkungen hat diese Entwicklung, unter anderem auch für die Versicherer?
Über 60 Prozent der von uns befragten LPs glauben, dass eine zu große Anzahl an GPs einer zu geringen Zahl an attraktiven Transaktionen gegenüber steht - ein Bild, das sich natürlich auch in der hohen Menge an zur Verfügung stehendem Kapital im Vergleich zum Transaktionsvolumen widerspiegelt.
Interessanterweise war die Meinung unter den von uns befragten LPs aus der Versicherungsbranche etwas ausgeglichener. Hier sind nur 50 Prozent der befragten LPs dieser Meinung. Sie stellen jedoch auch fest, dass die hauptsächliche Herausforderung in der Selektion sowie dem Zugang zu den richtigen GPs liegt.
VWheute: Übernahmen und Beteiligungen sind auch in der Versicherungsbranche derzeit ein großes Thema. Wie sehen Sie die Entwicklung von Übernahmen in den verschiedenen Regionen – insbesondere bei Versicherern – in den kommenden sechs Monaten?
In Bezug auf Transaktionen in der Versicherungsbranche im Speziellen haben wir im Barometer keine direkten Aussagen erhalten. Was wir jedoch festgestellt haben ist, dass 86 Prozent der von uns befragten LPs - sowohl in der Versicherungsbranche als auch insgesamt - Public-to-Private Transaktionen, auf der Basis einer fallweisen Betrachtung, als Investitionsstrategie von GPs weiterhin grundsätzlich aufgeschlossen gegenüber stehen.
Die Fragen stellte VWheute-Redakteur Tobias Daniel.
Bild: Gregor von Deuten ist Principal bei Coller Capital (Quelle: Collar Capital)
Coller Capital · Gregor von Deuten
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