Köpfe & Positionen

Digitalanbietern mit starker Marke gehört die Zukunft

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Digitale Versicherungsanbieter mischen bekanntlich zunehmend den Versicherungsmarkt auf. Dennoch kann ein Nebeneinander von etablierten Traditionsversicherern und digitalen Neulingen durchaus funktionieren, glaubt Huk-Coburg-Chef Klaus-Jürgen Heitmann. Die Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Zukunft: eine starke Marke.
"Die Bedeutung ist besonders im Versicherungsgeschäft deutlich gestiegen. Es werden nur die Digitalanbieter mit einer starken Marke Erfolg haben. Denn dann werden sie eigenständig vom Kunden gesucht – und das spart Kosten. Wenn sie im Internet zum Beispiel Kfz-Versicherungen verkaufen wollen, dann müssen sie auf Suchbegriffe wie "Autoversicherung" bei Google bieten, um als Werbetreibender ausgespielt zu werden. Das ist sehr teuer", konstatiert er im Interview mit gdv.de. "Wenn jemand aber schon selbst nach Huk oder Huk24-Autoversicherung sucht, dann ist das für uns sehr viel günstiger. In der digitalen Welt geht es letztlich auch darum, zu welchen Kosten der Kunde den Weg zu ihnen findet", glaubt Heitmann.
Allerdings erwartet der Vorstandschef der Huk-Coburg auch eine zunehmende Konkurrenz durch die Automomobilunternehmen selbst. "Wir erleben das ja bereits, etwa mit den Kfz-Policen der Autohersteller. Die Autoindustrie genießt nach wie vor viel Vertrauen bei Verbrauchern, und dieser Markenbonus strahlt in gewisser Weise auch auf die Kfz-Policen ab. Ich erwarte jedenfalls, dass so etwas in Zukunft häufiger passieren wird".
Der Branche selbst gibt Heitmann zudem eine deutliche Warnung mit auf den Weg: "Dieser Illusion, dass alles so bleibt wie bisher, dürfen wir uns als Versicherer nicht hingeben. Versicherung ist ein Standardprodukt, gerade die Autoversicherung: Die müssen die Leute haben. Die Frage ist immer: Welchem Nicht-Versicherer trauen Kunden eine besondere Kompetenz bei Versicherungen zu? Bei Finanzdienstleistungen geht es ja sehr stark um Vertrauen." Eine stärkere Abgrenzung zu den digitalen Ablegern sieht er zudem kritisch: "Viele Versicherer machen dies, weil sonst die Kunden im Internet einen Preis finden, den sie beim stationären Vertrieb so nicht bekommen können. Das könnte Fragen beim Kunden aufwerfen." (vwh/td)
Bild: Klaus-Jürgen Heitmann (Quelle: Huk-Coburg)
HUK Coburg · Klaus-Jürgen Heitmann
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