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Chinesische Finanzaufsicht verkauft Anbang-Vermögen

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Dem einst extravagante Versicherer Anbang geht es finanziell offenbar schlecht. Die chinesische Regierung hat Anfang April vom Nationalen Fonds für Sozialabsicherung umgerechnet 8,17 Mrd. Euro als Kapitalspritze an Anbang gezahlt. Die Summe scheint allerdings nicht ausreichend zu sein, um das Unternehmen zu stabilisieren. Zudem hatte die Aufsicht immer wieder betont, strikt das Interesse von Versicherungskunden zu wahren.
Seit Anfang des Jahres steht Anbang unter der Zwangsaufsicht der Finanzaufsicht. Anfang Mai hatte diese einen Anteil an deren Immobilienfirma über 50 Prozent an eine der größten chinesischen Reederei Sino Ocean Group veräußert.
Zudem bietet die Aufsichtsbehörde vor ein paar Tagen Anteilscheine des Wertpapierhandelsunternehmen Century Security in einem Umfang von 91 Prozent öffentlich zum Verkauf an. Der Mindestpreis soll bei umgerechnet 4,78 Mrd. Euro liegen. Century Security ist ein Tochterunternehmen von Anbang.
Die Aufsicht übte zudem erneut scharfe Kritik den früheren Chef von Anbang. So betreibe Wu Xiaohui Anbang nicht als ein Versicherungsunternehmen. Vielmehr nutze er es als eine Plattform zur illegalen Kapitalsammlung. In diesem Kontext will die Aufsicht auch, dass sich Anbang von den angeblich teuer erworbenen Objekten im Ausland trennt.
Einem Bericht der Zeitung Financial Time Chinese zufolge soll die Behörde die chinesische Investmentbank CICC und die Schweizer UBS Bank beauftragt haben, das Auslandsvermögen von Anbang zu verkaufen. Zu dem bedeutenden Vermögen gehört auch das Luxushotel Waldorf Astoria in New York. Der frühere Anbang-Chef Wu Xiaohui war vor kurzem zu 18 Jahren Gefängnis verurteilt worden. (hy)
Bild: Der Hauptsitz von Anbang in Peking. (Quelle: hy)
Anbang · Wu Xiaohui
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