Politik & Regulierung

Neue Unwetterkapriolen in Deutschland

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Heftige Unwetter haben in Deutschland am vergangenen Wochenende erneut für Chaos gesorgt. Dabei waren mehrere Gewitter über mehrere Regionen Deutschlands gezogen. Die Folge: Vollgelaufene Keller und Straßen. Besonders betroffen waren Hessen, , Rheinland-Pfalz, Thüringen und das Vogtland in Sachsen. Vieles erinnert dabei an die Unwetter von Braunbach und Simbach.
Besonders betroffen von den Unwettern waren laut Tagesschau die Orte Fischbach und Herrstein im Südwesten von Rheinland-Pfalz, wo das Wasser teils meterhoch stand. Auch die Stromversorgung war zusammengebrochen. Nach Behördenangaben sei allein durch Herrstein eine 1,60 Meter hohe Flutwelle geflossen.
Während Nordhessen vor allem von Schlamm- und Hagellawinen betroffen war, gingen auch im Vogtland heftige Niederschläge nieder. Zudem mussten am Sonntagabend aufgrund der Wetterlage am Frankfurter Flughafen insgesamt 66 Starts und Landungen annulliert werden.

Erinnerungen an Braunbach und Simbach

Vieles erinnert dabei an die verheerenden Sommerunwetter im Mai und Juni 2016 mit Starkregen und vereinzelten Sturzfluten. Nach Angaben des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) mussten die Versicherer bundesweit rund 700 Mio. für die daraus entstandenen Schäden aufkommen.
Der größte Teil entfällt dabei laut GDV auf Baden-Württemberg (rund 450 Mio. Euro) und Bayern (rund 100 Mio, Euro). Dazu kamen hohe Schäden durch Hagel und Sturm sowie an Kraftfahrzeugen und öffentlicher Infrastruktur, wobei letztere größtenteils nicht versichert war. Wären alle betroffenen Gebiete versichert gewesen, hätten die Versicherer weitere 600 Mio. Euro leisten müssen.
Allein im bayerischen Simbach am Inn verursachten "Friederike" und "Gisela" versicherte Schäden durch Starkregen von über 50 Mio. Euro. Den Versicherungen wurden dabei nach Angaben des GDV 223 Schäden von durchschnittlich rund 158.000 Euro an Wohngebäuden gemeldet. Der größte versicherte Schaden an einem Einfamilienhaus lag bei rund 700.000 Euro. (vwh/td)
Bild: Josef Tuerk jun. / PIXELIO (www.pixelio.de)
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