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Weltkriegsbombe explodiert in Dresden

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
In der Hauptstadt Sachsens ist eine alte Fliegerbombe aus dem zweiten Weltkrieg teilweise detoniert. Es knallte und rauchte gewaltig. Die Gefahr ist nicht gebannt, denn die Bombe birgt immer noch ein erhebliches Gefahrenpotenzial. Das Problem nach der Teildetonation ist die Hitze, die die Bombe ausstrahlt und eine weitere Entschärfung vereitelt.
Die Polizei spricht von einer "akuten Explosionsgefahr", die Bedrohung sei "recht hoch und eine Einschätzung der Lage nicht möglich". Die Bombe muss jetzt von Schutt befreit und gekühlt werden, bevor sie final entschärft werden kann. Nach offiziellen Angaben gab es in Dresden keine Schäden an Häuser oder Wohnungen, allerdings wurde der Bahn- und Flugverkehr teilweise erheblich behindert.
Zu der Explosion kam es als die Spezialisten den Zünder per Fernzündung mit einer Raketenklemme aus der Bombe drehten. Dabei kam es zu Funkenflug und einem Brand des Dämmmaterials, was die Teildetonation auslöste. Menschen wurden nicht verletzt, Schäden an Häusern oder Wohnungen gab es nicht.
Da ist nicht immer so, bei ähnlichen Fällen in Euskirchen im Jahr 2014 oder vier Jahre zuvor in Göttingen kam es zu erheblichen Schäden und sogar Toten. Doch wer kommt eigentlich bei Schäden durch Fliegerbomben auf, die ja eine Kriegsfolge sind und damit in der Regel ausgeschlossen sind.
Zeit, bei der Gothaer anzufragen und um Aufklärung zu bitten: "Analog der GDV-Empfehlung machen wir von dem Ausschluss "Krieg" bei solchen Fliegerbomben keinen Gebrauch und gewähren über die Gefahr "Explosion" Versicherungsschutz für Gebäude- und Hausratschäden."
Die Versicherungsbranche stiehlt sich also nicht aus der Verantwortung und man kann Kunden nur empfehlen, ihre Verträge auf entsprechende Klauseln zu überprüfen, denn in Städten wie Berlin, Hamburg oder Dresden dürften noch etliche Bomben im Boden schlummern. (vwh/mv)
Bildquelle: horben Wengert / www.pixelio.de / PIXELIO)
Gothaer · Fliegerbombe · Bombe · Dresden
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