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Bundesbürger verzichten zunehmend auf Reiseschutz

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In wenigen Wochen bricht pünktlich mit den Sommerferien bei vielen Bundesbürgern wieder das alljährliche Reisefieber aus. Allein in diesem Jahr planen 64 Prozent der Bundesbürger wieder eine Urlaubsreise. Dies sind neun Prozentpunkte mehr als noch 2016 und der höchste Wert seit 2010, lautet ein Ergebnis des Urlaubsbarometers 2018 der Generali-Tochter Europ Assistance Gruppe.
Allerdings ist bei den Deutschen sinkt das Bedürfnis, sich für die Urlaubsreise abzusichern, leicht. Nur bei Problemen mit der Unterkunft oder bei Fahrzeugschäden im Ausland (je 62 Prozent) bleibt das Versicherungsbedürfnis so hoch wie im Vorjahr. Bei allen anderen Risiken wie zum Beispiel medizinischen Notfällen (55 Prozent) und Gepäckverlust (50 Prozent) ist das Absicherungsbedürfnis der Deutschen gesunken. Nur Italiener, Portugiesen und Polen zeigen noch einen größeren Abwärtstrend bei bestimmten versicherbaren Risiken.
Wichtigste Police bleibt laut Umfrage demnach neben der Autoversicherung vor allem die Reisekrankenversicherung (jeweils 65 Prozent). Dabei ist auch für die Reisewilligen in den USA (70 Prozent), in Brasilien (58 Prozent), Indien (75 Prozent) und China (81 Prozent) ist die Absicherung des medizinischen Notfalls wichtiger als den Deutschen, heißt es in der Umfrage weiter. Wenn sich die Bundesbürger jedoch zum Abschluss einer entsprechenden Reisepolice entscheiden, vertrauen immer mehr Menschen ihrem Versicherungsunternehmen (60 Prozent).
Damit liegen sie weit über dem europäischen Durchschnitt (48 Prozent). In den USA sind es laut Urlaubsbarometer gerade einmal 22 Prozent. US-Amerikaner versichern sich für ihre Reise lieber über ihr Kreditkarten-Unternehmen (36 Prozent).

Politische Situation als Reisekriterium

Und dennoch: "Die Menschen reagieren sehr sensibel auf politische Situationen. Das spüren wir als Reiseversicherer unmittelbar am Telefon oder anhand der Abrufe unserer Online-Reiseinformationen", sagt Peter Georgi, CEO Europ Assistance Deutschland. "Ich freue mich, dass die Befragung ein aktuell optimistischeres Bild zeigt. Trotzdem bleibt es für Versicherer ein Muss, den Terrorschutz als Standard mit in den Versicherungspaketen zu verankern."
Allerdings spielt die politische Situation im jeweiligen Reiseland derzeit wohl eine weniger wichtige Rolle als noch im Vorjahr. So werden laut Umfrage soziale Unruhen (28 Prozent), persönliche Übergriffe (36 Prozent) und die politische Gesamtsituation (30 Prozent) werden jeweils um zwei Prozentpunkte geringer bewertet, mögliche Terrorattacken (42 Prozent) um einen Prozentpunkt.
Gleichzeitig ist Urlaub im Ausland bei den Europäern wieder stärker gefragt als bisher. So hält es nur noch 27 Prozent der Deutschen in den Sommerferien im eigenen Land - dies sind drei Prozent weniger als im Vorjahr. Bevorzugtes Reiseziel der Deutschen ist laut Umfrage die iberische Halbinsel (15 Prozent), gefolgt von Italien (14 Prozent) und Österreich (acht Prozent).
Eine Reise zur diesjährigen Fußball-WM in Russland können sich 31 Prozent der Deutschen vorstellen. Nur in Portugal (47 Prozent) und Polen (44 Prozent) ist der Wunsch nach Fußballerlebnis noch größer. Immerhin: 27 Prozent der Italiener und 26 Prozent der Österreicher vorstellen, zur WM zu fahren, obwohl deren Teams nicht für das Turnier qualifiziert sind. (vwh/td)
Bildquelle: Rike / PIXELIO www.pixelio.de /
Grafikquelle: obs/Europ Assistance
Europ Assistance Gruppe · Urlaubsbarometer 2018
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