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Amazon will auf britischem Versicherungsmarkt aktiv werden

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Lange wurde gerätselt, wann Amazon in den Versicherungsmarkt einstiegt. Jetzt ist es wohl soweit. Der Tech-Riese baut in Großbritannien ein Panel von Brokern auf. Neben dem Broker-Gremium verhandelt das Unternehmen mit mehreren britischen Versicherern und will wohl als Mehrfachagent tätig werden. Medienberichten zufolge denken die britischen Versicherer über das Potential nach, wenn Amazon in den "general insurance sector" eintritt.
Entsprechende Verhandlungen, mit den Amerikanern ins Geschäft zu kommen, scheinen bereits seit längerer Zeit zu laufen. Ob die Versicherer bedenken, dass es für sie sehr schnell schwierig werden könnte, wenn Amazon sein Potential im Bereich Versicherung ausspielt, steht nicht in dem Bericht. Stefan Riedel, Vice President IBM Insurance Europe, ist vom Amazon-Potential überzeugt und erklärte kürzlich im Exklusiv-Interview mit VWheute, dass der Respekt der Versicherer vor Tech-Giganten berechtigt ist".
Angeblich werkelt das US-Unternehmen bereits seit Beginn des Jahres an seinem Einstieg in den Versicherungssektor, dass das Unternehmen wirbt über Jobbörsen verstärkt Experten an. Aktuellen Medienberichten zufolge ist der Konzern jetzt aber bereits einen Schritt weiter: Der Konzern plant einen Einstieg in den Kfz-Markt. Über die Amazon-Plattform sollen Kfz-Versicherungen angeboten werden, die fällige Provision wird eingestrichen. Das Unternehmen selbst hüllt sich bezüglich seiner Versicherungspläne weiter in Schweigen.
Eine aktuelle Studie von Capgemini zeigt, dass sich weltweit 30 Prozent der Menschen vorstellen können, ihre Versicherungsgeschäfte über Big-Tech-Unternehmen wie Google oder Amazon abwickeln zu können. Im Jahr 2015 waren es 17,5 Prozent (siehe MÄRKTE & VERTRIEB). (vwh/mv)
Bild: Big Ben in London (Quelle: Marcel Klinger  / www.pixelio.de /PIXELIO)
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