Politik & Regulierung

Uralte Betrugsmasche verursacht Megaschaden

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Einem Makler drohen zehn Jahre Haft. Der Vorwurf des Staatsanwaltes lautet gewerbsmäßig schwerer Betrug und Fälschung von Beweismitteln. Die Ausmaße des Prozesses sind imposant, die Betrugsserie lief sechs Jahre und verursachte 400.000 Euro Schaden. Das Vorgehen des Betrügers war so simpel, dass es den Versicherern die Schamesröte ins Gesicht treiben müsste.
Der in großen Teilen geständige Makler hat zwischen den Jahren 2010 und 2016 Versicherungszahlungen in Höhe von 400.000 Euro auf sein Konto umgeleitet, teilweise mit Vollmachten von Kunden und in anderen Fällen wohl mit Fälschungen von Dokumenten. Herausgekommen ist der Fall, weil aufmerksame Kunden Unregelmäßigkeiten in ihrer Lebens- oder Sachversicherung feststellten.
Die erschlichenen Zahlungen ließ der Schädiger auf sein Privatkonto umleiten, wobei das Empfängerkonto immer dasselbe war. Es ist unfassbar, wie eine so simple Masche in Zeit mit so mannigfaltigen digitalen Überwachungsmöglichkeiten noch Erfolg haben kann. Die Betrugsserie lief sechs Jahre, vor Gericht erscheinen 80 Zeugen.
Zehn Jahre Haft in Aussicht, Kunden können hoffen
Teilweise hat der Betrüger sogar Lebensversicherungen gekündigt und den Rückkaufswert auf sein Konto auszahlen lassen. Warum die von den Kunden weiter gezahlten Beiträge nicht zu Nachfragen seitens der Versicherer führten und kein Verdacht auf den Makler fiel, ist eine Frage, die die Versicherer im Eigeninteresse beantworten sollten.
Dem reuigen Sünder drohen bis zu zehn Jahre Haft, die Kunden können auf Entschädigung hoffen, denn beim Makler wurden große Vermögenswerte festgestellt. (vwh/mv)
Bild: Alcatraz, Gefängnis (Quelle: Stefan R. / www.pixelio.de / PIXELIO)
Lebensversicherung · Sturmschäden · Makler · Betrug
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