Köpfe & Positionen

Drewes: "WWK ist ein rücksichtsloser Dummschwätzer"

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Der Umgangston im Streit zwischen der WWK und Maxpool wird zunehmend schärfer. Der Vorwurf: Der Versicherer habe Kunden und Makler "bewusst getäuscht". Eine entsprechende Beschwerde bei der Bafin ist aus Sicht des Unternehmens am Ende eher enttäuschend verlaufen. Der Frust bei Maxpool-Chef Oliver Drewes scheint jedenfalls groß: "Moralisch ist WWK Kunden und Maklern gegenüber ein rücksichtsloser Dummschwätzer".
Um was geht es genau: Maxpool wirft dem Versicherer Betrug vor und hatte daraufhin Beschwerde bei der Bafin eingereicht sowie das Gespräch mit dem Bund der Versicherten gesucht. Der Hintergrund ist eine Preissteigerung in der "BU und RiLV von bis zu 40 Prozent". Zudem zeigte sich der Maklerpool auch über die vermeintlich mangelnde Kommunikationsstrategie besonders erzürnt.
Und dennoch: Die juristischen Möglichkeiten scheinen für Maxpool nach eigener Aussage weitestgehend ausgeschöpft. "Inzwischen sind fast alle juristischen Möglichkeiten ausgeschöpft. Wir könnten höchstens den Prozess für Beitragsanpassungen in der Berufsunfähigkeit insgesamt angreifen. Allerdings möchten wir keine Grundsatzdiskussion anstoßen, wie es sie in ähnlicher Form bereits in der Krankenversicherung gibt. Ich habe mich daher mit dem Gedanken angefreundet, dass maxpool zwar moralisch im Recht ist, aber keinen juristischen Atomkrieg in der Sparte der Berufsunfähigkeitsversicherung anzetteln möchte", so Drewes.
Enttäuscht zeigt er sich dabei auch von der Bafin selbst: "Die WWK rechtfertigt ihr Tun in einem achtseitigen, gut durchdachten Schreiben. Eine der Kernaussagen ist meiner Auffassung nach, dass Makler, die ihren Kunden Berufsunfähigkeitsversicherungen der WWK verkauft haben, selbst schuld sind. Die Stellungnahme von WWK scheint die Bafin ruhig gestellt zu haben, was mich persönlich sehr ärgert. WWK geht inhaltlich kaum auf die Kernvorwürfe des schlechten Verhaltens und des Vertrauensmissbrauchs ein, rechtfertigt aber umfassend die juristische Machbarkeit der Beitragsanpassungen, dem die Bafin offenbar folgt", lautet sein Vorwurf.
Der Versicherer selbst hatte sich auf Anfrage von VWheute bis Redaktionsschluss nicht zu Drewes' Vorwürfen geäußert. (vwh/td)
Bild: Oliver Drewes (Quelle: Maxpool)
Maxpool · WWK · Oliver Drewes
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